Jester Koh von UOB hebt die Prognose für das indische Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Geschäftsjahr 2027 von bislang 6,8 auf 7,2 Prozent an. Ausschlaggebend ist das stärker als erwartete Wachstum von 7,8 Prozent im Jahresvergleich im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2027. Zugleich steigt die Prognose für die Gesamtinflation von 5,0 auf 5,2 Prozent. Als Gründe nennt Koh den anhaltend kräftigen Preisauftrieb bei Nahrungsmitteln sowie höhere Kosten für Dienstleistungen und Energie. Staatliche Subventionen und gut gefüllte öffentliche Getreidelager dürften den Preisdruck teilweise abfedern.
„Nach dem starken Ergebnis im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2027 (7,8 Prozent im Jahresvergleich; Bloomberg: 7,3 Prozent; viertes Quartal: 8,6 Prozent) heben wir unsere BIP-Prognose für das Geschäftsjahr 2027 auf 7,2 Prozent an, nach zuvor 6,8 Prozent.“
„Wir erhöhen unsere Prognose für die Gesamtinflation im Geschäftsjahr 2027 auf 5,2 Prozent von zuvor 5,0 Prozent.“
„In unserem Basisszenario rechnen wir über mehrere Monate mit stärkeren Preissteigerungen gegenüber dem Vormonat, da ungünstige Wetterereignisse das Angebot an Nahrungsmitteln beeinträchtigen. Die komfortablen Bestände in den staatlichen Getreidelagern dürften diese Auswirkungen jedoch teilweise abfedern.“
„Ohne weitere Zinserhöhungen würde der Realzins in Indien negativ werden. Gleichzeitig dürfte die Inflation bereits im November 2026 auf mehr als 6 Prozent im Jahresvergleich steigen.“