Mitglied des EZB-Direktoriums Isabel Schnabel sagte, dass die Inflation mittelfristig wahrscheinlich nicht zum Ziel zurückkehren werde und daher weitere Straffungen notwendig sein werden, berichtete Bloomberg am Mittwoch.
Die EZB muss Zweitrundeneffekte frühzeitig verhindern.
Der Markt scheint die Reaktionsfunktion der EZB gut zu verstehen.
Das Ausmaß der Straffung wird von den eingehenden Daten abhängen.
Die Lage bei Erdgas ist besonders besorgniserregend.
Die Wirtschaft scheint weiter an Dynamik zu gewinnen.
Die Inflation dürfte über einen längeren Zeitraum über 2% liegen.
Es scheint keine unmittelbaren Auswirkungen von Schnabels Äußerungen der EZB auf den Euro (EUR) zu geben. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung notiert EUR/USD niedriger bei rund 1,1665, da der US-Dollar (USD) leicht zulegt.
Die Europäische Zentralbank (EZB), mit Sitz in Frankfurt am Main, steuert die Geldpolitik der Eurozone. Ihr Hauptziel ist die Preisstabilität, definiert durch eine Inflationsrate von rund 2 %. Durch Anpassungen der Zinssätze beeinflusst die EZB maßgeblich den Wechselkurs des Euros, der tendenziell durch höhere Zinsen gestärkt und durch niedrigere geschwächt wird.
In extremen Situationen kann die Europäische Zentralbank ein Instrument namens Quantitative Easing (QE) einsetzen. QE bedeutet, dass die EZB Euros druckt und diese verwendet, um Vermögenswerte – in der Regel Staats- oder Unternehmensanleihen – von Banken und anderen Finanzinstitutionen zu kaufen. QE führt in der Regel zu einer Abschwächung des Euros. Es wird als letztes Mittel eingesetzt, wenn Zinssenkungen allein das Ziel der Preisstabilität nicht erreichen können. Die EZB setzte QE während der Finanzkrise 2009-2011, 2015 bei anhaltend niedriger Inflation und während der COVID-19-Pandemie ein.
Quantitative Straffung (QT) ist das Gegenteil von QE: Statt Staatsanleihen zu kaufen, stellt die EZB den Ankauf ein und reinvestiert fällige Beträge nicht mehr. Dies wirkt sich in der Regel positiv auf den Euro aus, da es die Liquidität am Markt verringert.