Asiatische Aktienmärkte legen zu, da Öl seinen Abwärtstrend ausweitet, Blick auf das Jackson-Hall-Symposium

Quelle Fxstreet
  • Asiatische Aktienmärkte profitieren von niedrigeren Ölpreisen.
  • Iran und Oman kehren an den Verhandlungstisch zurück, um über eine sichere Navigation durch die Straße von Hormus zu sprechen.
  • Anleger warten gespannt auf die Äußerungen von Fed-Chef Warsh beim Jackson-Hole-Symposium.

Die asiatischen Aktienmärkte zeigen sich am Mittwoch insgesamt fester, da die Ölpreise angesichts neuer Hoffnungen auf eine Wiedereröffnung der Straße von Hormus, eines wichtigen Durchgangs für fast 20 % der weltweiten Energieversorgung, weiter gefallen sind.

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung liegt der Nikkei 225 mit 0,7 % im Plus bei knapp 66.300, der Shanghai steigt um 0,7 % leicht über 3.900, der Hang Seng verzeichnet ebenfalls ähnliche Gewinne, und der KOSPI springt um mehr als 2 % auf knapp 6.880.

In der asiatischen Sitzung liegt der WTI-Ölpreis etwas mehr als 1 % im Minus bei knapp 80 USD und setzt damit seine Verlustserie am dritten Handelstag in Folge fort.

Die Ölpreise stehen unter Druck, nachdem Berichte darauf hindeuteten, dass Iran und Oman vereinbart haben, die Gespräche über eine sichere Navigation durch die Passage wieder aufzunehmen. Am Dienstag erörterten der iranische Außenminister Abbas Araghchi und sein omanischer Amtskollege Badr Albusaidi einen "Zwischenrahmen", der auf die Wiederaufnahme des Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus abzielt, berichtete Bloomberg.

Da die asiatischen Volkswirtschaften zur Deckung ihres Energiebedarfs stark von Ölimporten abhängig sind, sind niedrigere Ölpreise ein gutes Zeichen für ihre wirtschaftlichen Aussichten.

Unterdessen warten die Finanzmärkte gespannt auf die Äußerungen von Federal Reserve (Fed)-Chef Kevin Warsh beim Jackson-Hole-Symposium, das am frühen Donnerstag beginnen wird.

Jackson Hole wird zum wichtigen Test für die Kommunikation der Fed und ihre Entschlossenheit bei der Inflation

Laut TD Securities steht das "Jackson-Hole-Symposium am Freitag im Mittelpunkt", wobei die Veranstaltung "das wichtigste makroökonomische Ereignis dieser Woche an den Märkten" sein werde. Die Bank erwartet, dass Anleger nach "einer verbesserten Version von Fed-Chef Warsh in seinen vorbereiteten Ausführungen" suchen werden, zusammen mit "einer Art festerem und expliziterem Bekenntnis zum Inflationsmandat".

TD Securities warnt jedoch, dass "während Chef Warsh versuchen wird, seine Kommunikation mit den Märkten in Jackson Hole zu verbessern, es weiterhin an Forward Guidance fehlen wird", und sein Auftritt möglicherweise "nur frühere Äußerungen wieder aufgreift, die sich wahrscheinlich auf das große Ganze und einen Regimewechsel konzentrieren werden". Vor diesem Hintergrund bekräftigt die Bank, dass "wir erwarten, dass die Fed innerhalb unseres Prognosehorizonts auf der Stelle treten wird". Da die Inflation "für den Rest des Jahres hoch" bleiben werde und sich der Arbeitsmarkt "stabilisiert hat, sodass sich das FOMC wieder auf sein Inflationsmandat konzentrieren kann", argumentiert TD Securities, dass "wenn die Fed in diesem Jahr handeln würde, wir glauben, dass dieser Schritt eher eine Zinserhöhung als eine Zinssenkung wäre".

 

Asiatische Aktien - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Asien trägt rund 70 Prozent zum weltweiten Wirtschaftswachstum bei und beheimatet mehrere bedeutende Börsenbarometer. In den entwickelten Volkswirtschaften der Region ragen vor allem der Nikkei 225, der 225 Unternehmen an der Börse Tokio umfasst, sowie der südkoreanische KOSPI heraus. China verfügt mit dem Hang Seng Index, dem Shanghai Composite und dem Shenzhen Composite über drei zentrale Indizes. Als große Schwellenwirtschaft rückt zudem Indien stärker in den Fokus internationaler Investoren, die vermehrt in Unternehmen investieren, die im BSE Sensex und im Nifty 50 gelistet sind.

Die großen Volkswirtschaften Asiens unterscheiden sich deutlich in ihrer Struktur, entsprechend variieren auch die prägenden Sektoren. Technologieunternehmen haben in Japan und Südkorea ein starkes Gewicht und gewinnen auch in China zunehmend an Bedeutung. Finanzdienstleister prägen insbesondere Börsenplätze wie Hongkong oder Singapur, die als wichtige regionale Finanzzentren gelten. In China und Japan spielt zudem die Industrie eine zentrale Rolle, etwa in der Automobilproduktion oder der Elektronikfertigung. Mit dem Wachstum der Mittelschicht in Ländern wie China und Indien gewinnen außerdem Einzelhandel und E-Commerce an Bedeutung.

Die Entwicklung asiatischer Aktienindizes wird von einer Vielzahl an Faktoren beeinflusst. Maßgeblich sind vor allem die Geschäftszahlen der im jeweiligen Index enthaltenen Unternehmen, die im Rahmen von Quartals- und Jahresberichten veröffentlicht werden. Darüber hinaus spielen die wirtschaftlichen Fundamentaldaten der einzelnen Länder, geldpolitische Entscheidungen der Zentralbanken sowie die Fiskalpolitik der Regierungen eine wichtige Rolle. Auch politische Stabilität, technologischer Fortschritt und die Rechtsstaatlichkeit können die Märkte beeinflussen. Hinzu kommt die Entwicklung der US-Börsen, da sich viele asiatische Märkte häufig an den Vorgaben der Wall Street orientieren. Schließlich wirkt sich auch die allgemeine Risikostimmung an den Finanzmärkten aus, da Aktien im Vergleich zu festverzinslichen Wertpapieren als risikoreichere Anlageform gelten.

Aktieninvestitionen sind grundsätzlich mit Risiken verbunden. In Asien kommen spezifische regionale Faktoren hinzu. Die politischen Systeme reichen von gefestigten Demokratien bis hin zu autoritären Strukturen, wodurch sich Stabilität, Transparenz, Rechtsstaatlichkeit und Anforderungen an die Unternehmensführung teils deutlich unterscheiden. Geopolitische Spannungen wie Handelskonflikte oder territoriale Auseinandersetzungen können ebenso für Kursschwankungen sorgen wie Naturkatastrophen. Zudem beeinflussen Wechselkursbewegungen die Bewertung von Aktienmärkten in der Region. Besonders exportorientierte Volkswirtschaften reagieren empfindlich auf Währungsschwankungen: Eine starke Landeswährung kann die Wettbewerbsfähigkeit im Ausland beeinträchtigen, während eine schwächere Währung die Exportchancen verbessert.


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