Der Silberpreis ist nach Einschätzung der Commerzbank von 70 auf 57,50 US-Dollar je Feinunze gefallen. Rohstoffexperte Norman Liebke hat deshalb die Preisprognosen der Bank nach unten angepasst. Die Commerzbank rechnet nun zum Jahresende mit einem Silberpreis von 67 US-Dollar je Feinunze und bis Ende 2027 mit 80 US-Dollar. Trotz einer schwächeren Nachfrage aus der Solarindustrie und Importbeschränkungen in Indien dürften anhaltende Angebotsdefizite sowie eine erwartete Erholung des Goldpreises den Silberpreis mittelfristig stützen.
"Dennoch dürfte der Silberpreis in den kommenden Monaten weiter steigen. Nach Schätzungen des Silver Institute und des Forschungsunternehmens Metals Focus wies der Silbermarkt im vergangenen Jahr bereits das fünfte Jahr in Folge ein Angebotsdefizit auf."
"Auch in diesem Jahr wird ein weiteres Defizit erwartet, da das Angebot voraussichtlich stärker zurückgehen wird als die Nachfrage."
"Neben den Fundamentaldaten und dem angespannten Markt dürfte vor allem der von uns erwartete Anstieg des Goldpreises der wichtigste Treiber für den erwarteten Anstieg des Silberpreises sein."
"Zum Jahresende erwarten wir einen Silberpreis von 67 US-Dollar je Feinunze (zuvor: 80 US-Dollar) und bis Ende 2027 einen Anstieg auf 80 US-Dollar (zuvor: 90 US-Dollar)."