USD/IDR setzt seine Verlustserie am vierten Tag in Folge fort und notiert während der asiatischen Handelszeiten am Freitag bei rund 17.990. Das Paar steht weiterhin unter Druck, da die indonesische Rupiah (IDR) gestärkt wird, gestützt durch ein robustes Anlegervertrauen nach einem Anstieg der ausländischen Direktinvestitionen im zweiten Quartal um 27,4 % im Jahresvergleich.
Unterdessen ergreift die Regierung proaktive Maßnahmen zur Stabilisierung der Lebensmittelpreise angesichts von durch El Niño bedingten Angebotsrisiken, nachdem die Inflationszahlen für Juni an die obere Grenze des Zielbereichs der Bank Indonesia gestiegen sind.
Die Abwärtsbewegung des USD/IDR-Paares könnte begrenzt sein, da der US-Dollar (USD) Unterstützung durch eskalierende Entwicklungen im Zusammenhang mit Konflikten im Nahen Osten erhält. Reuters berichtete am Donnerstag, dass der Iran die Huthi-Miliz im Jemen angewiesen hat, bereit zu sein, die wichtige Ölroute im Roten Meer zu schließen, falls die Vereinigten Staaten iranische Energieinfrastruktur angreifen, was eine neue ernsthafte Bedrohung für die weltweiten Energieversorgung darstellt. Diese Sorgen werden durch Berichte der Tasnim-Nachrichtenagentur über Explosionen in Bandar Abbas, Qeshm und Ahvaz verstärkt, während in Kuwait und bis hin nach Basra sehr laute Explosionen zu hören waren.
Der Greenback könnte jedoch vor Herausforderungen stehen, da die schwächer als erwartete US-Inflation die Händler dazu veranlasst hat, die Erwartungen an kurzfristige Zinserhöhungen der Federal Reserve zurückzuschrauben. Wirtschaftsdaten, die Anfang dieser Woche veröffentlicht wurden, zeigten, dass die US-Verbraucherpreise im Juni weniger stark gestiegen sind als erwartet, während die Erzeugerpreise unerwartet gefallen sind. Gleichzeitig sanken die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe auf ein Zweimonatstief. Die Märkte schließen nun weitgehend eine Zinserhöhung der Fed in diesem Monat aus, wobei die Erwartungen hinsichtlich einer möglichen Maßnahme im September jedoch geteilt bleiben.
Die Begriffe „Risk-on“ und „Risk-off“ beschreiben die Risikobereitschaft der Anleger. In einer „Risk-on“-Phase sind Investoren bereit, in risikoreichere Anlagen zu investieren, während sie in einer „Risk-off“-Phase sicherere Anlagen bevorzugen.
In „Risk-on“-Phasen steigen die Aktienmärkte, und auch Rohstoffe – abgesehen von Gold – gewinnen an Wert, da sie von einem positiven Wachstumsausblick profitieren. Währungen von rohstoffexportierenden Ländern sowie Kryptowährungen legen zu. In „Risk-off“-Zeiten gewinnen Staatsanleihen an Wert, Gold steigt, und sichere Währungen wie der Japanische Yen, der Schweizer Franken und der US-Dollar werden bevorzugt.
Währungen von rohstoffreichen Ländern wie Australien, Kanada und Neuseeland profitieren in Phasen der Risikobereitschaft („Risk-on“), da Rohstoffe in Zeiten wirtschaftlicher Expansion tendenziell im Preis steigen.
Die Währungen, die in Phasen von „Risk-off“-Stimmungen typischerweise an Wert gewinnen, sind der US-Dollar (USD), der japanische Yen (JPY) und der Schweizer Franken (CHF). Der US-Dollar profitiert in Krisenzeiten von seiner Rolle als Weltreservewährung, da Investoren vermehrt US-Staatsanleihen kaufen, die als besonders sicher gelten. Dies liegt daran, dass es als unwahrscheinlich angesehen wird, dass die größte Volkswirtschaft der Welt zahlungsunfähig wird. Der Yen verzeichnet durch die hohe Nachfrage nach japanischen Staatsanleihen Zuwächse, da ein Großteil dieser Anleihen von inländischen Investoren gehalten wird, die selbst in Krisenzeiten kaum Verkaufsdruck erzeugen. Der Schweizer Franken wird aufgrund strenger Bankgesetze, die den Kapitalschutz verbessern, als sicherer Hafen betrachtet.