Die Dow Jones-Futures fallen um 0,16 % und notieren während der europäischen Handelszeit am Montag nahe 49.300, vor der regulären Öffnung der Vereinigten Staaten (US). Unterdessen verlieren die S&P 500- und Nasdaq 100-Futures 0,10 % bzw. 0,06 % und liegen bei etwa 7.190 bzw. 27.420.
Die US-Aktien-Futures geben nach, da die Risikoaversion aufgrund der ins Stocken geratenen US-Iran-Friedensgespräche zunimmt. US-Präsident Donald Trump sagte die Delegation nach Pakistan ab, die möglicherweise direkt mit dem Iran verhandeln sollte. Der iranische Präsident Masoud Pezeshkian erklärte, sein Land werde keine „aufgezwungenen Verhandlungen unter Drohungen oder Blockade“ eingehen. Axios berichtete jedoch am Montag unter Berufung auf einen US-Beamten und zwei informierte Quellen, dass der Iran vorgeschlagen habe, die Straße von Hormus wieder zu öffnen und den Krieg zu beenden, während die Nuklearverhandlungen vertagt würden.
Höhere Energiepreise verstärken die Bedenken hinsichtlich anhaltender Inflationsdrucke und des restriktiven Tons der Zentralbanken. Die US-Notenbank Federal Reserve wird jedoch voraussichtlich vorsichtig agieren, wobei unter dem künftigen Vorsitzenden Kevin Warsh schrittweise Zinssenkungen erwartet werden. Warsh soll im Mai sein Amt antreten.
Es wird allgemein erwartet, dass die Fed die Zinssätze bei ihrer bevorstehenden geldpolitischen Sitzung im April am Mittwoch unverändert lässt. Die Händler werden die Pressekonferenz der Fed genau verfolgen, um weitere Hinweise darauf zu erhalten, wie die Entscheidungsträger die Auswirkungen der höheren Energiekosten bewerten und ob dies ihren längerfristigen Ausblick auf die Zinssätze verändert. Unterdessen richtet sich die Aufmerksamkeit der Investoren auf die Quartalsergebnisse der Megacap-Tech-Unternehmen in dieser Woche, darunter Microsoft, Amazon, Alphabet, Meta und Apple.
Der Dow Jones Industrial Average, einer der ältesten Aktienindizes der Welt, setzt sich aus 30 der am häufigsten gehandelten US-Unternehmen zusammen. Er ist kursgewichtet, was ihm Kritik einbrachte, da er weniger repräsentativ ist als breitere Indizes wie der S&P 500.
Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) wird von vielen Faktoren beeinflusst. Haupttreiber sind die Unternehmensgewinne, die in den Quartalsberichten der im Index vertretenen Unternehmen offengelegt werden. Auch makroökonomische Daten aus den USA und weltweit tragen zur Anlegerstimmung bei. Zinssätze, die von der Federal Reserve festgelegt werden, haben ebenfalls Einfluss auf den DJIA, da sie die Kreditkosten beeinflussen, auf die viele Unternehmen stark angewiesen sind.
Die Dow-Theorie, entwickelt von Charles Dow, ist eine Methodik zur Identifizierung von Markttrends. Dabei wird die Richtung des Dow Jones Industrial Average (DJIA) und des Dow Jones Transportation Average (DJTA) verglichen. Beide Indizes müssen in dieselbe Richtung tendieren, um einen Trend zu bestätigen. Die Theorie unterscheidet drei Phasen: Akkumulation, öffentliche Teilnahme und Distribution.
Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) kann auf verschiedene Weise gehandelt werden. Eine Möglichkeit sind börsengehandelte Fonds (ETFs), die es Anlegern ermöglichen, den DJIA als einzelnes Wertpapier zu handeln, ohne Aktien aller 30 im Index enthaltenen Unternehmen zu kaufen. Ein bekanntes Beispiel ist der SPDR Dow Jones Industrial Average ETF (DIA). DJIA-Futures-Kontrakte ermöglichen es Händlern, auf den zukünftigen Wert des Index zu spekulieren, während Optionen das Recht bieten, den Index zu einem festgelegten Preis in der Zukunft zu kaufen oder zu verkaufen. Investmentfonds bieten eine diversifizierte Anlagemöglichkeit, indem sie ein Portfolio von DJIA-Aktien abbilden.