Der Senior Global Strategist von Rabobank, Michael Every, warnt, dass sich zuspitzende geopolitische Spannungen erhebliche Schwankungen an den Energiemärkten auslösen könnten. Er verweist auf zunehmende Spannungen zwischen Iran, Israel und den USA und betont, dass der Zeitpunkt möglicher Konflikte ungewiss bleibe. Sobald jedoch Kampfhandlungen einsetzten, seien deutliche Auswirkungen auf die Energiepreise zu erwarten. Je nach Ausgang reichten die Szenarien von stark steigenden bis stark fallenden Öl-Benchmarks.
„Im Nahen Osten sind inzwischen 11 US-Kampfjets vom Typ F-22 in Israel stationiert, während Reuters berichtet, dass Iran kurz vor dem Kauf chinesischer überschallschneller Anti-Schiff-Raketen steht.“
„Botschaften verschicken Warnhinweise an ihre Staatsbürger in der Region; die Türkei bereitet Maßnahmen vor, um einen möglichen Zustrom iranischer Flüchtlinge an der Grenze zu verhindern.“
„Es bleibt abzuwarten, wann dieser Krieg beginnen könnte – heute oder nach Handelsschluss am Freitag – und was dann geschieht. Ein solches Szenario erscheint jedoch wahrscheinlicher als ein plötzliches Friedensabkommen.“
„In jedem Fall werden die Auswirkungen auf die Energiepreise erheblich sein – entweder deutlich nach oben oder deutlich nach unten.“
„Russland drohte Großbritannien und Frankreich mit Nuklearschlägen, nachdem Moskau beiden Ländern vorgeworfen hatte, der Ukraine den Zugang zu Atomwaffen oder einer ‚schmutzigen Bombe‘ ermöglichen zu wollen: Die Finanzmedien nahmen davon kaum Notiz. Zudem wurde vor Plänen zur Zerstörung von Gaspipelines durch das Schwarze Meer gewarnt, nach dem Zwischenfall an der Druschba-Ölpipeline in Richtung Slowakei in dieser Woche, der ebenfalls wenig Beachtung fand.“