Das Währungspaar GBP/USD hat Mühe, die moderaten Gewinne des Vortages auszubauen, und bewegt sich während des asiatischen Handels am Dienstag in einer Spanne unterhalb der mittleren 1,3500er-Marke. Die Abwärtsseite bleibt jedoch abgefedert, da der Verkauf des US-Dollar (USD) angesichts eines insgesamt festeren japanischen Yen (JPY) unvermindert anhält.
Allerdings wirken die sich verfestigenden Wetten auf eine Zinserhöhung der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) sowie geopolitische Unsicherheiten infolge der eskalierenden Spannungen zwischen den USA und dem Iran als Rückenwind für den USD und begrenzen das GBP/USD-Paar. Zudem scheinen sich Händler im Vorfeld der Veröffentlichung des monatlichen britischen BIP und der neuesten US-Inflationsdaten zurückzuhalten.
Aus technischer Sicht weist das GBP/USD-Paar oberhalb des einfachen gleitenden Durchschnitts (SMA) der 200-Periode auf dem 4-Stunden-Chart eine leichte bullische Tendenz auf. Darüber hinaus notieren die Spotpreise oberhalb eines dichten Fibonacci-Unterstützungsclusters, angeführt vom 38,2%-Retracement der Aufwärtsbewegung von Juni bis August bei 1,3471. Hinzu kommt, dass ein leicht positives Moving Average Convergence Divergence (MACD) und ein Relative Strength Index (RSI) um 54 darauf hindeuten, dass das Aufwärtsmomentum konstruktiv, aber noch nicht aggressiv ist.
Unterdessen liegt das 23,6%-Retracement bei 1,3549 direkt darüber als nächste Begrenzung. Eine anhaltende Stärke nach oben würde den Weg für eine weitere Erholung innerhalb der breiteren Spanne ebnen. Auf der Unterseite bietet der 200-Perioden-SMA bei 1,3498 die erste Unterstützung, gefolgt vom 38,2%-Retracement bei 1,3471, wobei tiefere Unterstützungen beim 50,0%-Niveau nahe 1,3408 und beim 61,8%-Retracement um 1,3344 liegen, falls der Verkaufsdruck zunimmt.
(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mithilfe eines KI-Tools verfasst. Mehr erfahren.)
Das Pfund Sterling (GBP) ist die älteste Währung der Welt (886 n. Chr.) und die offizielle Währung des Vereinigten Königreichs. Es ist die am vierthäufigsten gehandelte Währungseinheit auf dem Devisenmarkt (FX) der Welt und macht 12 % aller Transaktionen aus, was durchschnittlich 630 Milliarden US-Dollar pro Tag entspricht. Die wichtigsten Währungspaare sind GBP/USD, auch bekannt als "Cable", das 11 % des FX-Handels ausmacht, GBP/JPY oder "Dragon", wie es von Händlern genannt wird (3 %) und EUR/GBP (2 %). Das Pfund Sterling wird von der Bank of England (BoE) ausgegeben.
Der wichtigste Faktor, der den Wert des Britischen Pfunds beeinflusst, ist die Geldpolitik, die von der Bank of England festgelegt wird. Die BoE richtet ihre Entscheidungen danach aus, ob sie ihr Hauptziel der „Preisstabilität“ – eine Inflationsrate von etwa 2 % – erreicht hat. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anpassung der Zinssätze. Wenn die Inflation zu hoch ist, wird die BoE versuchen, sie durch Zinserhöhungen zu dämpfen, was in der Regel positiv für das Pfund ist, da höhere Zinsen das Vereinigte Königreich für internationale Investoren attraktiver machen. Fällt die Inflation zu niedrig aus, deutet dies auf ein langsameres Wirtschaftswachstum hin, und die BoE könnte die Zinsen senken, um das Kreditangebot zu erhöhen und Investitionen anzuregen.
Wirtschaftsdaten sind zentrale Indikatoren für die Stärke der britischen Wirtschaft und beeinflussen maßgeblich den Wert des Pfund Sterling. Daten wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI) und Arbeitslosenzahlen geben Hinweise auf die wirtschaftliche Entwicklung. Eine robuste Wirtschaft zieht ausländische Investitionen an und könnte die Bank of England (BoE) dazu bewegen, die Zinsen zu erhöhen, was das Pfund unterstützt. Schwächere Daten hingegen führen zu einem Abwärtstrend des Pfunds.
Für das britische Pfund ist die Handelsbilanz ein wichtiger Indikator. Sie misst den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe über einen bestimmten Zeitraum. Exportiert ein Land stark nachgefragte Güter, führt die höhere Nachfrage aus dem Ausland zu einer Stärkung der Währung. Eine positive Handelsbilanz stärkt das Pfund, während ein Defizit die Währung schwächt.