Euro stürzt ab, da der japanische Yen von Wetten auf eine Zinserhöhung der BoJ profitiert

Quelle Fxstreet
  • EUR/JPY fällt am Montag um mehr als 1% und steht unter Druck durch eine deutliche Aufwertung des japanischen Yen.
  • Die Märkte rechnen nun weithin mit einer Zinserhöhung in Japan auf der Sitzung im September.
  • Die deutsche Industrieproduktion enttäuscht im Juli, während sich das Anlegervertrauen in der Eurozone deutlich verbessert.

EUR/JPY fällt am Montag um 1,11% und notiert zum Zeitpunkt der Veröffentlichung bei rund 179,45. Der deutliche Rückgang des Währungspaares spiegelt vor allem die starke Aufwertung des japanischen Yen (JPY) wider, die durch wachsende Erwartungen einer geldpolitischen Straffung durch die Bank of Japan (BoJ) gestützt wird.

Anleger scheinen eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte bei der nächsten BoJ-Sitzung, die für den 17. bis 18. September angesetzt ist, inzwischen vollständig eingepreist zu haben. Einige Analysten sehen zudem die Möglichkeit eines größeren Schritts, um die Inflationserwartungen und die steigenden langfristigen Anleiherenditen einzudämmen.

Spekulationen über eine mögliche Intervention der japanischen Behörden am Devisenmarkt bieten dem japanischen Yen zusätzliche Unterstützung. Die Kombination aus Aussichten auf höhere Zinsen in Japan und Interventionsrisiken kommt daher der japanischen Währung zugute und verstärkt den Abwärtsdruck auf EUR/JPY.

Auf europäischer Seite erhielt der Euro (EUR) am Montag gemischte makroökonomische Signale. Das Statistische Bundesamt Deutschlands (Destatis) meldete, dass die deutsche Industrieproduktion im Juli um 1,1% MoM zurückging, nach einer Stagnation im Juni, die gegenüber dem zunächst gemeldeten Anstieg von 0,2% revidiert wurde. Der Wert lag deutlich unter dem von den Märkten erwarteten Wachstum von 0,3%.

Im Jahresvergleich sank die deutsche Industrieproduktion im Juli um 1,6% YoY, nach einem Rückgang von 0,5% im Juni. Die Zahlen verdeutlichen die anhaltenden Schwierigkeiten des Industriesektors der größten Volkswirtschaft der Eurozone.

Daten aus dem übrigen Euroraum fielen ermutigender aus. Der Sentix-Investorenvertrauensindex der Eurozone stieg im September auf 5,1 von 0,9 im August und signalisiert damit eine deutliche Verbesserung der Anlegerstimmung.

Unterdessen wurde das Wachstum in der Eurozone nach oben revidiert. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg im zweiten Quartal um 0,6% QoQ, verglichen mit der vorherigen Schätzung von 0,4%, und verzeichnete damit das stärkste Quartalswachstum seit dem zweiten Quartal 2022. Im Jahresvergleich wurde das Wachstum ebenfalls auf 1,2% YoY nach oben revidiert, von zuvor geschätzten 1% und nach 0,6% im ersten Quartal.

Trotz dieser ermutigenderen Entwicklungen für die Wirtschaft der Eurozone wird die Dynamik von EUR/JPY am Montag weiterhin von der Aufwertung des japanischen Yen und den Erwartungen einer bevorstehenden geldpolitischen Straffung in Japan bestimmt.

Euro - heute

Die folgende Tabelle zeigt die prozentuale Veränderung von Euro (EUR) gegenüber den aufgeführten Hauptwährungen heute. Euro war am stärksten gegenüber dem Neuseeländischer Dollar.

USD EUR GBP JPY CAD AUD NZD CHF
USD -0.05% -0.12% -1.11% -0.07% -0.20% -0.02% -0.12%
EUR 0.05% -0.07% -1.08% -0.05% -0.14% 0.08% -0.06%
GBP 0.12% 0.07% -1.00% 0.02% -0.07% 0.13% 0.00%
JPY 1.11% 1.08% 1.00% 1.05% 0.93% 1.15% 1.05%
CAD 0.07% 0.05% -0.02% -1.05% -0.13% 0.08% -0.04%
AUD 0.20% 0.14% 0.07% -0.93% 0.13% 0.21% 0.08%
NZD 0.02% -0.08% -0.13% -1.15% -0.08% -0.21% -0.12%
CHF 0.12% 0.06% -0.01% -1.05% 0.04% -0.08% 0.12%

Die Heatmap zeigt die prozentuale Entwicklung der wichtigsten Währungen im Vergleich zueinander. Die Basiswährung wird aus der linken Spalte ausgewählt, während die Notierungswährung aus der oberen Zeile ausgewählt wird. Wenn Sie zum Beispiel Euro aus der linken Spalte auswählen und sich entlang der horizontalen Linie zum US-Dollar bewegen, wird die prozentuale Veränderung in der Box als EUR (Basis)/USD (Notierungswährung) angezeigt.

Haftungsausschluss: Nur zu Informationszwecken. Die bisherige Performance ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
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