USD/JPY driftet zum dritten Mal in Folge höher und legt moderat um 0,11% zu, da die Käufer ihre Kontrolle über die Kursbewegung trotz der Unsicherheit über eine weitere Runde von Interventionen durch die japanischen Behörden bekräftigen. Das Paar notiert zum Zeitpunkt der Veröffentlichung bei 159,38.
USD/JPY handelt auf Wochenhochs, wird auf der Oberseite jedoch durch den flachen 100-Tage Simple Moving Average (SMA) bei 159,98 begrenzt. Das bedeutet, dass die Käufer weiterhin skeptisch sind, höhere Kurse zu erreichen, da die Marke von 160,00 intakt bleibt, nachdem das Paar dieses Niveau am 31. Juli überschritten hatte.
Der Relative Strength Index (RSI) zeigt, dass das Momentum neutral bleibt, was bedeutet, dass weder Käufer noch Verkäufer davor sicher sind, neue Richtungswetten einzugehen.
Für eine bullische Fortsetzung muss USD/JPY den 100-Tage-SMA und die Marke von 160,00 überwinden. Nach einem Ausbruch darüber könnten die Käufer den 50-Tage-SMA bei 160,92 ins Visier nehmen, vor 161,00.
Umgekehrt, wenn USD/JPY unter 159,00 fällt, ist eine Bewegung in Richtung des 200-Tage-SMA bei 159,39 möglich. Die nächste Unterstützung liegt bei der Marke von 159,00, bevor das Paar das Tagestief vom 7. August bei 158,88 ansteuert.

Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.