Der Euro gerät weiter unter Druck. Die Strategen der Scotiabank, Shaun Osborne und Eric Theoret, verweisen auf eine anhaltende Schwäche der Gemeinschaftswährung. Das Währungspaar EUR/USD bewegt sich demnach in Richtung der mittleren 1,13er-Region und nähert sich damit Kursniveaus, die zuletzt im Mai 2025 erreicht wurden. Belastend wirken vor allem die Stärke des US-Dollars sowie nachlassende Zinserwartungen an die Europäische Zentralbank (EZB). Aus charttechnischer Sicht bleibt das Bild eingetrübt.
„Der Euro zeigt sich schwach und gibt gegenüber dem US-Dollar leicht um 0,1 % nach. Dabei bewegt sich EUR/USD auf neue Einmonatstiefs im Bereich der mittleren 1,13er-Marke zu und droht auf Niveaus zurückzufallen, die zuletzt im Mai 2025 erreicht wurden.“
„Der übergeordnete Trend wird zwar weiterhin vom US-Dollar bestimmt. Gleichzeitig deuten die Renditeabstände jedoch darauf hin, dass die fundamentale Unterstützung für den Euro nachlässt. Hintergrund ist die seit der geldpolitischen Entscheidung der EZB am vergangenen Donnerstag erneut gesunkene Erwartung weiterer Zinserhöhungen.“
„Die Kommunikation der EZB bleibt zwar restriktiv, und die Währungshüter stellen weiterhin eine Zinserhöhung im September in Aussicht. Allerdings beginnt der Markt inzwischen, einen Teil der darüber hinaus eingepreisten Straffung wieder auszupreisen. Kurzfristig dürfte das fundamentale Risiko vor der Veröffentlichung der vorläufigen Inflationsdaten am Freitag begrenzt bleiben.“
„Aus kurzfristiger charttechnischer Sicht bleibt EUR/USD bärisch. Der jüngste Kursrückgang hat den RSI klar in den negativen Bereich gedrückt. Unterhalb der unteren 1,13er-Region sowie des Tiefs von Ende Juni sehen wir nur begrenzte Unterstützung. Ein Bruch dieser Marken würde den Weg auf Kursniveaus freimachen, die zuletzt im Mai 2025 erreicht wurden, und zugleich eine Korrektur der übergeordneten Aufwärtsbewegung seit der Parität einleiten. Kurzfristig erwarten wir eine Handelsspanne zwischen 1,1300 und 1,1400.“