Der mexikanische Peso verliert gegenüber dem Greenback an Boden und fällt während der nordamerikanischen Sitzung am Freitag um über 0,65 %, da die amerikanische Währung aufgrund ihres Status als sicherer Hafen profitiert, während der US-Iran-Konflikt trotz Gesprächen zur Beendigung des Krieges noch lange nicht vorbei ist. Der USD/MXN notiert bei 17,53, nachdem er von einem Tagestief bei 17,41 abgeprallt ist.
Die Marktstimmung verschlechterte sich im Zuge eines Ausverkaufs bei Chip-Aktien. Der Anstieg der Ölpreise befeuerte Spekulationen, dass die Federal Reserve die Zinsen anheben und den Zinsunterschied verringern könnte, der den mexikanischen Peso begünstigte, da dieser seinen Aufwertungszyklus Anfang 2025 begann.
Die moderaten US-Inflationsdaten wurden von den Investoren begrüßt, was die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung der Fed bei der Sitzung im September verringerte. Dennoch sind die USA und der Iran bereit, weiter um die Straße von Hormus zu kämpfen, was eine weitere Aufwärtsbewegung der Ölpreise auslösen könnte.
Am Freitag veröffentlichte die University of Michigan (UoM), dass die US-Verbraucher etwas optimistischer hinsichtlich der aktuellen wirtschaftlichen Lage und der Aussichten sind. Der Consumer Sentiment Index stieg im Juli von 50,7 auf 54, während die kurz- und mittelfristigen Inflationserwartungen nachließen.
Der US Dollar Index (DXY), der die Performance der amerikanischen Währung gegenüber einem Korb von sechs Währungen misst, steigt moderat um 0,05 % auf 100,76, was dem exotischen Paar USD/MXN Rückenwind verleiht.
Unterdessen meldeten sich Fed-Vertreter zu Wort. Die Präsidentin der Cleveland Fed, Beth Hammack, äußerte sich hawkisch, zeigte sich besorgt über die anhaltend hohe Inflation, die ganz oben auf ihrer Liste steht, und sagte: „Die Inflation ist zu hoch.“ Hammack fügte hinzu, dass der Arbeitsmarkt solide sei und „die Wachstumszahlen gut und die Konsumausgaben stabil“ seien.
In Mexiko gab es keine wirtschaftlichen Veröffentlichungen, doch in der kommenden Woche stehen Einzelhandelsumsätze, Beschäftigungsdaten und die Inflation für die ersten fünfzehn Tage im Juli an. In den USA werden Arbeitsmarktdaten und die S&P Global Flash PMIs veröffentlicht, während die Fed-Vertreter ihre Blackout-Phase vor der geldpolitischen Sitzung am 29. Juli begonnen haben.

Im Tageschart notiert USD/MXN bei 17,5333 und hält sich über dem gebündelten 50/100/200-Tage Simple Moving Average (SMA) bei rund 17,3856, was auf eine konstruktive kurzfristige Tendenz hindeutet, da das Paar von seiner breiteren Trenduntergrenze gestützt wird. Der Kurs testet nun die jüngste abwärtsgerichtete Widerstandstrendlinie vom Hoch bei 18,1651, wobei diese Barriere bei 17,5456 liegt, während der Relative Strength Index (14) nahe 54,8 auf ein leicht positives Momentum hinweist, ohne jedoch überkauft zu sein.
Auf der Oberseite liegt der unmittelbare Widerstand an der kurzfristigen absteigenden Trendlinie bei 17,5456, gefolgt von einer höheren strukturellen Hürde am längerfristigen abwärtsgerichteten Widerstand, der vom Hoch bei 21,0808 ausgeht und derzeit nahe 18,1200 verläuft. Auf der Unterseite bietet der dreifache SMA-Cluster bei 17,3856 erste Unterstützung, und ein anhaltendes Halten über dieser gleitenden Durchschnittsbasis würde die bullische Tendenz intakt halten, während ein Tagesschlusskurs darunter auf nachlassenden Aufwärtsdruck hinweisen und eine tiefere Korrekturphase eröffnen würde.
(Die technische Analyse dieser Meldung wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt. Mehr erfahren.)
Der mexikanische Peso ist die am häufigsten gehandelte Währung in Lateinamerika. Sein Wert wird durch Faktoren wie die Wirtschaftslage Mexikos, die Ölpreise und die Zinspolitik der mexikanischen Zentralbank beeinflusst.
Das Hauptziel der mexikanischen Zentralbank Banxico ist es, die Inflation bei rund 3 % zu stabilisieren. Zu diesem Zweck passt sie den Leitzins an. Hohe Zinssätze wirken sich in der Regel positiv auf den Mexikanischen Peso (MXN) aus, da sie höhere Renditen bieten und ausländische Investitionen anziehen. Niedrigere Zinsen hingegen schwächen den Peso.
Makroökonomische Datenveröffentlichungen sind essenziell, um den Zustand der mexikanischen Wirtschaft zu bewerten und haben direkten Einfluss auf den Wert des mexikanischen Pesos (MXN). Ein robustes Wirtschaftswachstum, geringe Arbeitslosigkeit und hohes Vertrauen stärken den Peso und machen das Land für ausländische Investoren attraktiv. Zudem könnte die mexikanische Zentralbank Banxico in einem solchen Umfeld die Zinsen anheben, insbesondere wenn die starke Konjunktur von steigender Inflation begleitet wird. Schwächelt jedoch die Wirtschaft, gerät der MXN unter Druck und tendiert zur Abwertung.
Der mexikanische Peso (MXN) zeigt als Schwellenländer-Währung besonders in risikofreudigen Marktphasen Stärke, wenn Investoren das allgemeine Marktrisiko als gering einstufen und vermehrt in risikoreichere Anlagen investieren. In Zeiten von wirtschaftlicher Unsicherheit oder Marktvolatilität tendiert der Peso hingegen zur Schwäche, da Anleger sich von risikobehafteten Vermögenswerten abwenden und stattdessen in stabilere „sichere Häfen“ flüchten.