USD/CAD klettert am Mittwoch auf neue Höchststände seit April 2025, da der Kanadische Dollar (CAD) von einem doppelten Schlag durch einen stärkeren US-Dollar (USD) und schwächere Ölpreise getroffen wird.
Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts notiert das Paar bei rund 1,4235. Unterdessen handelt der US-Dollar-Index (DXY), der den Wert des Greenback gegenüber einem Korb von sechs Hauptwährungen abbildet, bei etwa 101,64, ein Niveau, das zuletzt im Mai 2025 erreicht wurde.
Der US-Dollar erhält Unterstützung durch steigende Erwartungen, dass die Federal Reserve (Fed) die Zinssätze später in diesem Jahr anheben könnte, nachdem Vorsitzender Kevin Warsh auf der geldpolitischen Sitzung der letzten Woche einen hawkischen Ton angeschlagen hatte. Warsh bekräftigte das Engagement der Zentralbank, die Preisstabilität wiederherzustellen und die Inflation auf das Ziel von 2 % zurückzuführen.
Der hawkische Ausblick der Fed weicht von der stabilen Geldpolitik der Bank of Canada (BoC) ab, was darauf hindeutet, dass USD/CAD kurzfristig weiterhin unterstützt bleibt.
Gleichzeitig haben die Ölpreise fast alle durch den US-Iran-Krieg bedingten Gewinne wieder abgegeben, da die Straße von Hormus nach dem 60-Tage-Memorandum der letzten Woche allmählich wieder geöffnet wird. West Texas Intermediate (WTI) notiert bei rund 70,35 USD, dem niedrigsten Stand seit Anfang März.
Der Rückgang der Ölpreise setzt den rohstoffgebundenen Loonie unter Druck, da Kanada ein bedeutender Rohölexporteur ist.

Im Tageschart setzt USD/CAD eine starke bullische Phase fort und hält sich deutlich über den 50-, 100- und 200-Tage Simple Moving Averages (SMAs), die zwischen 1,3769 und 1,3830 liegen.
Das Moving Average Convergence Divergence (MACD)-Histogramm bleibt positiv und erhöht, was darauf hindeutet, dass das Aufwärtsmomentum weiterhin intakt ist, aber der Relative Strength Index (RSI) bei 88 signalisiert extreme Überkauftheit, was darauf hindeutet, dass der Anstieg anfällig für eine korrigierende Gegenbewegung sein könnte, auch wenn der übergeordnete Trend konstruktiv bleibt.
Auf der Unterseite zeigt sich erste Unterstützung bei 1,4110, gefolgt von der horizontalen Marke bei 1,4000, bevor der längerfristige SMA-Bereich um 1,3830-1,3770 ins Blickfeld rückt.
Auf der Oberseite liegt der unmittelbare Widerstand bei 1,4300, wo ein klarer Ausbruch nach oben den Weg für weitere Gewinne öffnen würde, während ein Scheitern an dieser Hürde das Risiko einer Konsolidierung oder einer tieferen Korrektur in Richtung der genannten Unterstützungen erhöhen würde.
(Die technische Analyse dieser Meldung wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
Die Federal Reserve (Fed) steuert die US-Geldpolitik mit zwei klaren Zielen: Preisstabilität und Vollbeschäftigung. Dabei nutzt die Notenbank Zinssätze als Hauptinstrument. Höhere Zinsen stärken den US-Dollar, da sie die USA für internationale Investoren attraktiver machen. Sinkende Zinsen hingegen schwächen den Greenback.
Die Federal Reserve (Fed) hält jährlich acht geldpolitische Sitzungen ab, bei denen das Federal Open Market Committee (FOMC) die wirtschaftliche Lage beurteilt und geldpolitische Entscheidungen trifft. Das FOMC besteht aus zwölf Mitgliedern – den sieben Mitgliedern des Gouverneursrats, dem Präsidenten der Federal Reserve Bank of New York und vier der elf übrigen regionalen Notenbankpräsidenten, die auf Jahresbasis rotieren.
In Zeiten schwerer Wirtschaftskrisen, wie etwa 2008 während der Finanzkrise, greift die Federal Reserve oft auf QE zurück. Dies bedeutet, dass die Fed massiv Anleihen kauft, um Liquidität bereitzustellen. Diese expansive Geldpolitik schwächt den Dollar, da das zusätzliche Geld die Währung verwässert und das Vertrauen der Investoren mindert.
Quantitative Straffung (QT) ist der umgekehrte Prozess von QE, bei dem die US-Notenbank aufhört, Anleihen von Finanzinstituten zu kaufen und das Kapital aus fällig werdenden Anleihen nicht reinvestiert, um neue Anleihen zu kaufen. Dies wirkt sich in der Regel positiv auf den Wert des US-Dollars aus.