Euro schwächt sich zum dritten Tag ab, da die Neubewertung der Fed-Zinserhöhung die Verbesserung des deutschen IFO überstrahlt

Quelle Fxstreet
  • Der Euro setzt seinen Rückgang gegenüber dem US-Dollar am dritten Tag in Folge fort.
  • Die Märkte erhöhen weiterhin die Erwartungen an eine Zinserhöhung der Fed im späteren Jahresverlauf.
  • Die IFO-Umfrage in Deutschland deutet auf eine allmähliche Verbesserung der Geschäftsstimmung hin, während die EZB bei den Inflationsaussichten vorsichtig bleibt.

EUR/USD setzt am Mittwoch seinen Rückgang fort und notiert zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts bei rund 1,1340, was einem Tagesverlust von 0,39 % entspricht, da der US-Dollar (USD) von erneuter Unterstützung profitiert, die durch Erwartungen zusätzlicher geldpolitischer Straffungen in den Vereinigten Staaten (USA) getrieben wird. Die Bewegung folgt auf die Sitzung der Federal Reserve (Fed) in der vergangenen Woche, die eine hawkischere Haltung der Entscheidungsträger angesichts anhaltender Inflationsdrucke signalisierte.

Der US-Dollar bleibt durch eine Neubewertung der Zinserwartungen gestützt. Die in der vergangenen Woche veröffentlichten Projektionen der Fed zeigten, dass eine wachsende Zahl von Entscheidungsträgern nun die Notwendigkeit höherer Zinsen vor Jahresende sieht. Laut dem CME FedWatch-Tool schreiben Investoren einer Zinserhöhung in den kommenden Monaten eine hohe Wahrscheinlichkeit zu, was den Greenback weiterhin stützt.

Diese Dynamik hält den US-Dollar-Index (DXY), der den Greenback gegenüber einem Korb von sechs wichtigen Währungen misst, nahe seinen höchsten Ständen seit mehr als einem Jahr und erhöht den Druck auf den Euro (EUR) weiter.

Auf europäischer Seite lieferten Wirtschaftsdaten einige ermutigende Signale. Der IFO-Geschäftsklimaindex für Deutschland stieg im Juni auf 85,6 von zuvor 85 und entsprach damit den Erwartungen. Der Index zur aktuellen Lage übertraf die Prognosen, während der Erwartungsindex sich ebenfalls leicht verbesserte. Die Zahlen bestätigen eine allmähliche Erholung des Vertrauens in der größten Volkswirtschaft der Eurozone.

Die Commerzbank stellte fest, dass die deutsche Wirtschaft im zweiten Quartal aufgrund der Auswirkungen zuvor hoher Energiepreise noch ein schwaches oder sogar leicht negatives Wachstum verzeichnen könnte. Die Bank sieht jedoch in der jüngsten IFO-Umfrage ermutigende Anzeichen für eine moderate Erholung in der zweiten Jahreshälfte.

Äußerungen der Europäischen Zentralbank (EZB) haben ebenfalls die Unterstützung für die Gemeinschaftswährung begrenzt. EZB-Chefvolkswirt Philip Lane erklärte, dass die Unsicherheit trotz verbesserter geopolitischer Aussichten im Nahen Osten weiterhin hoch bleibe und warnte, dass die Inflation bis zur ersten Hälfte des Jahres 2027 über dem Zielwert von 2 % bleiben könnte. Seine Bemerkungen untermauern die Erwartungen, dass die EZB in den kommenden Monaten einen vorsichtigen Kurs beibehalten wird.

Analysten der Scotiabank hoben hervor, dass die sich ausweitende Renditedifferenz zwischen US- und Eurozonen-Anleihen weiterhin auf den Euro drückt. Die Bank argumentiert, dass die jüngste hawkische Neubewertung der Fed-Erwartungen, während die EZB-Erwartungen weitgehend unverändert bleiben, einen wesentlichen bärischen Faktor für EUR/USD auf kurze Sicht darstellt.

Die Anleger warten nun auf die Veröffentlichung des US-Preisindex für persönliche Konsumausgaben (PCE) am Donnerstag, dem bevorzugten Inflationsmaß der Fed. Der Bericht könnte neue Hinweise auf die Aussichten der US-Geldpolitik geben und helfen, die nächste Richtung für EUR/USD zu bestimmen.

Euro - heute

Die folgende Tabelle zeigt die prozentuale Veränderung von Euro (EUR) gegenüber den aufgeführten Hauptwährungen heute. Euro war am stärksten gegenüber dem Neuseeländischer Dollar.

USD EUR GBP JPY CAD AUD NZD CHF
USD 0.31% 0.39% 0.13% 0.19% 0.33% 0.48% 0.40%
EUR -0.31% 0.08% -0.20% -0.12% 0.02% 0.13% 0.10%
GBP -0.39% -0.08% -0.28% -0.22% -0.06% 0.04% 0.01%
JPY -0.13% 0.20% 0.28% 0.07% 0.20% 0.31% 0.26%
CAD -0.19% 0.12% 0.22% -0.07% 0.14% 0.23% 0.22%
AUD -0.33% -0.02% 0.06% -0.20% -0.14% 0.11% 0.05%
NZD -0.48% -0.13% -0.04% -0.31% -0.23% -0.11% -0.04%
CHF -0.40% -0.10% -0.01% -0.26% -0.22% -0.05% 0.04%

Die Heatmap zeigt die prozentuale Entwicklung der wichtigsten Währungen im Vergleich zueinander. Die Basiswährung wird aus der linken Spalte ausgewählt, während die Notierungswährung aus der oberen Zeile ausgewählt wird. Wenn Sie zum Beispiel Euro aus der linken Spalte auswählen und sich entlang der horizontalen Linie zum US-Dollar bewegen, wird die prozentuale Veränderung in der Box als EUR (Basis)/USD (Notierungswährung) angezeigt.

Haftungsausschluss: Nur zu Informationszwecken. Die bisherige Performance ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
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