Das Analystenteam der Scotiabank sieht das britische Pfund gegenüber den wichtigsten Währungen als moderaten Gewinner. Unterstützung erhalte Sterling vor allem durch die allgemein höhere Risikobereitschaft der Anleger und nicht durch heimische Konjunkturdaten. Zugleich verweisen die Experten auf die anhaltende politische Unsicherheit rund um die Nachwahl im Wahlkreis Makerfield am 18. Juni. Kurzfristig habe sich das technische Bild jedoch von neutral auf leicht positiv verbessert. Ein Anstieg über 1,3415 US-Dollar könnte den Weg für weitere Gewinne bis 1,3475 US-Dollar im Währungspaar GBP/USD ebnen.
„Das Pfund zeigt sich im bisherigen Handelsverlauf vergleichsweise robust und legt gegenüber den meisten wichtigen Vergleichswährungen zu – mit Ausnahme des neuseeländischen Dollars. Risikoreichere Währungen entwickeln sich derzeit besser.“
„Aus Großbritannien wurden heute keine Konjunkturdaten veröffentlicht, sodass die Kursgewinne offenbar ausschließlich durch Kapitalströme getrieben werden.“
„Die politische Unsicherheit bleibt für das Pfund ein wichtiger Faktor, da Anleger die Entwicklungen rund um die Nachwahl im Wahlkreis Makerfield am 18. Juni sowie die mögliche Wahl eines parteiinternen Herausforderers von Premierminister Starmer aufmerksam verfolgen.“
„Neutral bis positiv – die Erholung vom gestrigen Tagestief knapp oberhalb von 1,33 deutet zudem darauf hin, dass sich für das Währungspaar GBP/USD ein kurzfristiger Boden beziehungsweise eine Trendwende herausgebildet hat.“
„Ein Anstieg über 1,3415 würde dem kurzfristigen Aufwärtsmomentum zusätzlichen Schub verleihen und auf weitere Gewinne des Pfunds in Richtung 1,3475 hindeuten.“