Neuseeländischer Dollar bleibt stabil nach gemischten Inflationsdaten aus China, US-VPI-Daten stehen bevor

Quelle Fxstreet
  • NZD/USD konsolidiert sich nahe 0,7030 im asiatischen Handel am Mittwoch. 
  • Der chinesische VPI stieg im Mai um 1,2 % gegenüber dem Vorjahr und fiel damit schwächer aus als erwartet. 
  • Händler erwarten später am Mittwoch den US-Verbraucherpreisindex (VPI) für Mai. 

Das Paar NZD/USD hält sich während des asiatischen Handels am Mittwoch um 0,7030 stabil. Der neuseeländische Dollar (NZD) stabilisiert sich gegenüber dem US-Dollar (USD) nach den Wirtschaftsdaten aus China. Alle Augen richten sich später am Mittwoch auf den US-Verbraucherpreisindex (VPI) für Mai. 

Daten, die am Mittwoch vom National Bureau of Statistics of China veröffentlicht wurden, zeigten, dass der chinesische Erzeugerpreisindex (PPI) im Mai um 1,2 % gegenüber dem Vorjahr stieg, verglichen mit einem Anstieg von 1,2 % im April. Diese Zahl fiel schwächer aus als die Markterwartungen von 1,3 %. Die jährliche VPI-Inflation lag im Mai bei -0,1 % im Monatsvergleich, gegenüber einem Anstieg von 0,3 % zuvor, und war damit höher als die erwartete Rücknahme von 0,2 %.

Unterdessen stieg der chinesische Erzeugerpreisindex (PPI) im Mai um 3,9 % gegenüber dem Vorjahr, nach einem Anstieg von 2,8 % im April. Die Daten lagen über dem Marktkonsens von 3,8 %. Die gemischten chinesischen VPI- und PPI-Daten konnten den chinesischen Proxy Kiwi nicht stärken, da die Märkte vor dem wichtigen US-Inflationsbericht vorsichtig bleiben. 

Die Händler werden später am Tag den US-VPI-Bericht im Blick behalten. Es wird erwartet, dass der US-Gesamt-VPI im Mai um 4,2 % gegenüber dem Vorjahr steigt, nach 3,8 % im April, während der Kern-VPI im gleichen Zeitraum voraussichtlich um 2,9 % gegenüber dem Vorjahr zulegen wird, nach 2,8 % zuvor. Sollten die Berichte heißere als erwartete Ergebnisse zeigen, könnte dies den Greenback stärken und dem Paar Gegenwind bereiten. 

Neuseeländischer Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der neuseeländische Dollar wird stark durch die Gesundheit der neuseeländischen Wirtschaft sowie den Einfluss Chinas, des größten Handelspartners des Landes, geprägt. Auch die Preise für Milchprodukte, Neuseelands wichtigstem Export, spielen eine zentrale Rolle.

Die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) strebt eine Inflationsrate von 1-3 % an und setzt entsprechende Zinssätze fest. Bei hoher Inflation erhöht die RBNZ die Zinsen, um die Wirtschaft abzukühlen, was den Neuseeland-Dollar (NZD) stützt. Niedrige Zinsen hingegen schwächen den NZD. Auch die Zinsdifferenz zu den USA spielt eine wichtige Rolle im Währungspaar NZD/USD.

Die Veröffentlichung makroökonomischer Daten in Neuseeland ist ein entscheidender Indikator für den Zustand der Wirtschaft und hat direkte Auswirkungen auf den Wert des neuseeländischen Dollars (NZD). Eine robuste Wirtschaft, geprägt von starkem Wachstum, niedriger Arbeitslosigkeit und hoher Zuversicht, wirkt sich positiv auf den NZD aus. Ein solides Wirtschaftswachstum zieht ausländische Investitionen an und könnte die Reserve Bank of New Zealand dazu bewegen, die Zinssätze anzuheben – insbesondere, wenn diese Dynamik mit einem Anstieg der Inflation einhergeht. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen könnten den NZD unter Druck setzen und zu einer Abwertung führen.

Der neuseeländische Dollar (NZD) zeigt typischerweise Stärke in Phasen eines "Risk-on"-Marktumfelds, wenn Anleger von einem geringen Risiko und positiven Wachstumsaussichten ausgehen. In solchen Zeiten profitieren Rohstoffe und sogenannte Rohstoffwährungen wie der Kiwi von einer optimistischeren Einschätzung. Im Gegenzug gerät der NZD in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit oder Marktturbulenzen unter Druck, da Investoren vermehrt risikoreiche Anlagen abstoßen und sich in stabilere, sichere Häfen zurückziehen.



 

Die Märkte preisen laut dem CME FedWatch Tool nun eine Wahrscheinlichkeit von 47 % für eine Zinserhöhung um einen Viertelpunkt im Dezember ein, nach nur etwa 14 % vor einem Monat.

Haftungsausschluss: Nur zu Informationszwecken. Die bisherige Performance ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
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