Die indische Rupie (INR) schwächt sich am Mittwoch weiter gegenüber dem US-Dollar (USD) ab und weitet ihre Verlustserie auf den dritten Handelstag aus. Das Paar USD/INR steigt auf nahe 93,85, da die indische Währung unterdurchschnittlich abschneidet, während die Ölpreise den Großteil der Gewinne vom Dienstag halten, trotz der Verlängerung eines Waffenstillstands zwischen den Vereinigten Staaten (US) und dem Iran auf unbestimmte Zeit.
Zum Zeitpunkt der Berichterstattung liegt der WTI-Ölpreis um 1 % niedriger bei etwa 88,70 USD, nachdem er am Dienstag um fast 5 % gestiegen war.
Währungen von Volkswirtschaften wie Indien, die stark auf Ölimporte zur Deckung ihres Energiebedarfs angewiesen sind, tendieren dazu, sich in einem Umfeld hoher Ölpreise unterdurchschnittlich zu entwickeln.
Am späten Dienstag kündigte US-Präsident Donald Trump über einen Beitrag auf Truth Social an, dass er den zweiwöchigen Waffenstillstand, der am 22. April auslaufen sollte, auf Bitte Pakistans verlängert hat, bis Washington einen einheitlichen Vorschlag aus Teheran erhält. Trump stellte jedoch klar, dass die US-Blockade der iranischen Seehäfen bestehen bleibt, eine Maßnahme, die das übliche Geschäft Irans einschränkt und dessen Wirtschaft lähmt.
Unterdessen scheint die Haltung Irans klar zu sein, dass sie nicht zu weiteren Friedensgesprächen mit den USA zurückkehren werden, solange Washington die Blockade nicht aufhebt.
Die Ankündigung der Verlängerung des Waffenstillstands führte zu einer breiten Risiko-Rally; die Ölpreise bleiben jedoch deutlich höher, da die Straße von Hormus weiterhin geschlossen ist.
Ausländische Investoren bleiben am Dienstag zum zweiten Handelstag in Folge Nettoverkäufer am indischen Aktienmarkt. In den ersten beiden Handelstagen der Woche haben ausländische institutionelle Investoren (FIIs) Anteile im Wert von 2.978,92 Crore Rupien abgestoßen. Der Verkaufsbetrag übersteigt die dreitägigen Käufe von 1.731,71 Crore Rupien im Zeitraum 15. bis 17. April, was darauf hindeutet, dass das Interesse ausländischer Investoren am indischen Aktienmarkt trotz der scheinbaren Verlagerung des US-Iran-Kriegs in eine langwierige Pattsituation weiterhin verhalten bleibt.
Am Dienstag wurde Kevin Warsh offiziell als neuer Vorsitzender der Federal Reserve (Fed) bekanntgegeben, als Nachfolger von Jerome Powell, der von US-Präsident Trump mehrfach dafür kritisiert wurde, die Zinssätze nicht aggressiv genug gesenkt zu haben.
In seiner Anhörung vor dem Bankenausschuss des Senats betonte Vorsitzender Kevin Warsh die Notwendigkeit grundlegender Reformen der Geldpolitik und äußerte eine Präferenz für eine „kleinere Bilanz“, was bedeuten würde, dass die Zinsen niedriger sein könnten, die Inflation sich verbessert und die Wirtschaft stärker wird.

Das Paar USD/INR handelt am Mittwoch im Eröffnungsgeschäft höher bei rund 93,85. Der Kurs hält eine konstruktive bullische Tendenz, da er über dem 20-Tage-Exponentiellen gleitenden Durchschnitt (EMA) bei 93,18 notiert. Der kurzfristige Aufwärtstrend seit den Tiefs der letzten Woche wird durch diese dynamische Unterstützung gestützt, während der Relative Strength Index (14) bei etwa 56 ein moderates positives Momentum ohne überkaufte Bedingungen anzeigt, was darauf hindeutet, dass die Käufer kurzfristig weiterhin die Kontrolle behalten.
Auf der Unterseite liegt die unmittelbare Unterstützung am 20-Tage-EMA nahe 93,18, wobei ein Durchbruch diese aktuelle Aufwärtsbewegung gefährden und den Weg für eine tiefere Korrektur in Richtung des Hochs vom 28. Januar bei 92,28 öffnen würde. Auf der Oberseite könnte der Kurs die Allzeithochs über 95,00 zurückerobern, wenn es gelingt, die Marke von 94,00 entscheidend zu durchbrechen.
(Die technische Analyse dieser Story wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
Die indische Rupie wird stark von externen Faktoren wie dem Ölpreis, der Entwicklung des US-Dollars und dem Ausmaß der ausländischen Investitionen beeinflusst. Interventionen der Reserve Bank of India (RBI) können den Wechselkurs stabilisieren.
Die Reserve Bank of India (RBI) greift aktiv in den Devisenmarkt ein, um den Wechselkurs stabil zu halten und den Handel zu erleichtern. Gleichzeitig versucht sie, die Inflation durch Zinssatzanpassungen bei ihrem Zielwert von 4 % zu stabilisieren. Höhere Zinssätze stärken in der Regel die indische Rupie (INR), da sie das Land für ausländische Investoren attraktiver machen.
Makroökonomische Faktoren wie Inflation, Zinssätze, das Wirtschaftswachstum (BIP), die Handelsbilanz und ausländische Kapitalzuflüsse haben einen direkten Einfluss auf den Wert der indischen Rupie. Ein starkes Wirtschaftswachstum zieht vermehrt internationale Investoren an, was die Nachfrage nach der Rupie steigert. Auch eine weniger negative Handelsbilanz wirkt sich langfristig positiv auf die Währung aus. Besonders höhere Zinssätze – und hier vor allem die Realzinsen, also Zinssätze abzüglich der Inflation – können die Rupie stützen, da sie Indien für ausländische Investoren attraktiver machen. Ein "Risk-on"-Marktumfeld fördert zudem die Zuflüsse von Direkt- und Portfolioinvestitionen (FDI und FII), was ebenfalls die Rupie stärkt.
Eine steigende Inflation, vor allem im Vergleich zu den Handelspartnern Indiens, wirkt sich in der Regel negativ auf die Rupie aus, da dies eine Abwertung durch Überangebot signalisiert. Zudem verteuert Inflation die Exporte, was zu einem verstärkten Verkauf von Rupien führt, um ausländische Importe zu finanzieren – ein negativer Faktor für die Währung. Gleichzeitig reagiert die indische Zentralbank (Reserve Bank of India, RBI) häufig mit Zinserhöhungen auf steigende Inflation, was wiederum die Attraktivität der Rupie für internationale Investoren erhöht und den Kurs stabilisieren kann. Der gegenteilige Effekt tritt bei niedriger Inflation ein.