Das Paar USD/JPY hält sich während der frühen asiatischen Sitzung am Montag bei rund 159,10 stabil. Der US-Dollar (USD) stärkt sich gegenüber dem japanischen Yen (JPY) angesichts erneuter Spannungen zwischen den USA und Iran im Verlauf des mehr als sieben Wochen andauernden Krieges im Nahen Osten.
Iran bestritt, an neuen Friedensgesprächen mit den USA teilzunehmen, nur wenige Stunden nachdem US-Präsident Donald Trump laut Bloomberg erklärt hatte, dass dessen Verhandlungsführer am Montag für eine zweite Runde der Friedensgespräche mit Iran nach Pakistan reisen würden.
Trump sagte, die US-Marine habe auf ein iranisches Frachtschiff gefeuert und es beschlagnahmt, während Teheran warnte, dass Schiffe, die sich der Meerenge nähern, als Verletzung eines Waffenstillstands behandelt würden. Mehrere Schiffe mussten die Passage nur Stunden nach Teherans Aussage, die Wasserstraße sei offen, abbrechen. Die eskalierenden Spannungen zwischen den USA und Iran könnten dem Greenback gegenüber dem JPY kurzfristig etwas Unterstützung bieten.
Andererseits könnte eine verbale Intervention der japanischen Behörden helfen, die Verluste des JPY zu begrenzen. Japans Finanzministerin Satsuki Katayama sagte letzte Woche, sie habe enge Gespräche über Devisenfragen mit dem US-Finanzminister Scott Bessent geführt und die Behörden seien auf „kühne“ Maßnahmen vorbereitet, falls dies erforderlich sein sollte.
Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.