West Texas Intermediate (WTI), die US-Rohöl-Benchmark, wird am Montag während der asiatischen Handelszeiten um 86,70 USD gehandelt. Der WTI-Preis steigt aufgrund erneuter Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten (US) und Iran in der Straße von Hormus. Händler bereiten sich auf den American Petroleum Institute (API)-Bericht vor, der am Dienstag veröffentlicht wird.
Irans Militär erklärte laut Bloomberg, dass die Vereinigten Staaten (US) den Waffenstillstand verletzt hätten, indem sie auf eines von Irans Handelsschiffen geschossen hätten. Iran kündigte an, bald auf diesen maritimen und bewaffneten Raub durch das US-Militär zu reagieren und Vergeltung zu üben.
Am Sonntag bestritt Iran, an neuen Friedensgesprächen mit den USA teilzunehmen, nur wenige Stunden nachdem US-Präsident Donald Trump gesagt hatte, dass seine Verhandlungsführer am Montag nach Pakistan reisen würden, um eine zweite Runde von Friedensgesprächen mit Iran zu führen. Befürchtungen über Versorgungsunterbrechungen könnten den WTI-Preis kurzfristig nach oben treiben.
Händler bereiten sich auf die Veröffentlichung des API-Berichts am Dienstag vor. Ein größer als erwarteter Rückgang der Rohölbestände deutet auf eine stärkere Nachfrage hin und könnte den WTI-Preis anheben, während ein größerer als geschätzter Anstieg auf eine schwächere Nachfrage oder ein Überangebot hinweist, was den WTI-Preis belasten könnte.
WTI-Öl, kurz für West Texas Intermediate, ist eine der wichtigsten Rohölsorten, die auf dem globalen Markt gehandelt werden. Es wird wegen seiner leichten und süßen Qualität geschätzt und dient als wichtiger Referenzpreis auf den Energiemärkten.
Wie bei allen Vermögenswerten sind Angebot und Nachfrage die Haupttreiber des WTI-Ölpreises. Globales Wachstum kann die Nachfrage nach Öl erhöhen, während eine schwache Weltwirtschaft die Nachfrage dämpft. Politische Instabilität, Kriege und Sanktionen können das Angebot beeinträchtigen und die Preise beeinflussen. Die Entscheidungen der OPEC, einer Gruppe führender ölproduzierender Länder, spielen ebenfalls eine Schlüsselrolle. Da Öl überwiegend in US-Dollar gehandelt wird, beeinflusst auch der Wert des US-Dollars den WTI-Preis.
Die wöchentlichen Berichte des American Petroleum Institute (API) und der Energy Information Agency (EIA) über die Rohölbestände beeinflussen den Preis von WTI-Öl. Ein Rückgang der Bestände signalisiert eine steigende Nachfrage, was den Preis nach oben treibt, während ein Anstieg der Bestände auf ein Überangebot hindeutet und die Preise senkt. Die EIA-Daten gelten als zuverlässiger, da sie von der US-Regierung stammen.
Die OPEC (Organisation erdölexportierender Länder) ist eine Gruppe von 12 erdölproduzierenden Ländern, die zweimal jährlich gemeinsam über die Förderquoten der Mitgliedsländer entscheiden. Ihre Entscheidungen wirken sich häufig auf die Preise für WTI Öl aus. Beschließt die OPEC, die Förderquoten zu senken, kann dies das Angebot verknappen und die Ölpreise in die Höhe treiben. Erhöht die OPEC die Produktion, hat dies den gegenteiligen Effekt. Die OPEC+ bezieht sich auf eine erweiterte Gruppe von zehn zusätzlichen Nicht-OPEC-Mitgliedern, von denen Russland das bekannteste ist.