Das Paar NZD/USD tut sich schwer, seine Intraday-Bewegung auf ein über einmonatiges Hoch zu nutzen, behält jedoch am Donnerstag zum vierten Tag in Folge seine positive Tendenz bei. Die Spotpreise handeln während der frühen europäischen Sitzung knapp über der Marke von 0,5900 und scheinen den jüngsten Aufwärtstrend der letzten zwei Wochen oder so verlängern zu wollen.
Trotz der diplomatischen Bemühungen bleiben die Straße von Hormuz und israelische Angriffe auf den Libanon zentrale Streitpunkte zwischen den USA und dem Iran. Dies wiederum hilft dem sicheren Hafen US-Dollar (USD), sich leicht von seinem Tiefststand seit Ende Februar zu erholen, und erweist sich als Schlüsselfaktor, der den Aufwärtstrend des Paares NZD/USD begrenzt. Der Optimismus hinsichtlich möglicher US-Iran-Friedensgespräche bleibt jedoch unterstützend für die positive Marktstimmung, die zusammen mit den heute veröffentlichten positiven chinesischen Makrodaten als Rückenwind für den Kiwi wirken sollte.
Das Paar NZD/USD bestätigte letzte Woche einen bullischen Ausbruch durch den Zusammenfluss bei 0,5835-0,5840 – bestehend aus dem 200-Perioden Simple Moving Average (SMA) auf dem 4-Stunden-Chart und dem 38,2% Fibonacci-Retracement-Level des Rückgangs von Januar bis April. Eine anschließende Bewegung über die 50%-Fibo.-Retracement-Level und die runde Marke von 0,5900 bestätigt die kurzfristig positive Perspektive und legt nahe, dass jede bedeutende Korrektur als Kaufgelegenheit gesehen werden könnte. Dies sollte wiederum die Abwärtsrisiken begrenzen und bärische Trader zur Vorsicht mahnen.
Unterdessen bleibt der Relative Strength Index (RSI) bei rund 67 im bullischen Bereich, aber noch unter extrem überkauften Bedingungen. Ein flaches, leicht negatives Histogramm des Moving Average Convergence Divergence (MACD) deutet darauf hin, dass das Aufwärtsmomentum sich abschwächt, aber nicht umkehrt. Zwischenzeitlich könnte das 50%-Retracement bei 0,5887 die erste Unterstützung bieten, gefolgt von einer dichten Nachfragezone um 0,5838 und dem 200-Perioden-SMA bei 0,5833. Ein überzeugender Bruch unter Letzteren würde tiefere Unterstützungen bei 0,5778 und 0,5681 freilegen.
Auf der Oberseite liegt der unmittelbare Widerstand am 61,8%-Fibo.-Retracement bei 0,5936, mit weiteren Barrieren am 78,6%-Level nahe 0,6005 und dann am jüngsten Zyklus-Hoch in der Nähe von 0,6100.
(Die technische Analyse dieser Meldung wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
Der neuseeländische Dollar wird stark durch die Gesundheit der neuseeländischen Wirtschaft sowie den Einfluss Chinas, des größten Handelspartners des Landes, geprägt. Auch die Preise für Milchprodukte, Neuseelands wichtigstem Export, spielen eine zentrale Rolle.
Die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) strebt eine Inflationsrate von 1-3 % an und setzt entsprechende Zinssätze fest. Bei hoher Inflation erhöht die RBNZ die Zinsen, um die Wirtschaft abzukühlen, was den Neuseeland-Dollar (NZD) stützt. Niedrige Zinsen hingegen schwächen den NZD. Auch die Zinsdifferenz zu den USA spielt eine wichtige Rolle im Währungspaar NZD/USD.
Die Veröffentlichung makroökonomischer Daten in Neuseeland ist ein entscheidender Indikator für den Zustand der Wirtschaft und hat direkte Auswirkungen auf den Wert des neuseeländischen Dollars (NZD). Eine robuste Wirtschaft, geprägt von starkem Wachstum, niedriger Arbeitslosigkeit und hoher Zuversicht, wirkt sich positiv auf den NZD aus. Ein solides Wirtschaftswachstum zieht ausländische Investitionen an und könnte die Reserve Bank of New Zealand dazu bewegen, die Zinssätze anzuheben – insbesondere, wenn diese Dynamik mit einem Anstieg der Inflation einhergeht. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen könnten den NZD unter Druck setzen und zu einer Abwertung führen.
Der neuseeländische Dollar (NZD) zeigt typischerweise Stärke in Phasen eines "Risk-on"-Marktumfelds, wenn Anleger von einem geringen Risiko und positiven Wachstumsaussichten ausgehen. In solchen Zeiten profitieren Rohstoffe und sogenannte Rohstoffwährungen wie der Kiwi von einer optimistischeren Einschätzung. Im Gegenzug gerät der NZD in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit oder Marktturbulenzen unter Druck, da Investoren vermehrt risikoreiche Anlagen abstoßen und sich in stabilere, sichere Häfen zurückziehen.