Das NZD/USD-Paar hat Schwierigkeiten, die starke Aufwärtsbewegung der letzten zwei Tage zu nutzen, und schwankt während der asiatischen Sitzung am Mittwoch in einer engen Spanne nahe der Marke von 0,5900. Die Spotpreise bleiben jedoch in der Nähe eines über einmonatigen Hochs, das am Dienstag erreicht wurde, und scheinen bereit für weitere Kursgewinne zu sein.
Der US-Dollar (USD) erholt sich leicht vom am Dienstag erreichten Tiefststand seit Anfang März angesichts der Instabilität in der Straße von Hormuz und wirkt als Gegenwind für das NZD/USD-Paar. Der iranische Botschafter bei den Vereinten Nationen bezeichnete die am Montag in Kraft getretene US-Blockade als schwere Verletzung der Souveränität Teherans. Dies könnte den ohnehin fragilen Waffenstillstand gefährden. Zudem hat die Islamische Revolutionsgarde Irans (IRGC) Vergeltungsmaßnahmen angekündigt, wodurch geopolitische Risiken bestehen bleiben und der Greenback unterstützt wird.
Unterdessen bleiben die Anleger hoffnungsvoll, dass die Tür für Diplomatie angesichts der hohen Wahrscheinlichkeit einer Wiederaufnahme der US-iranischen Friedensgespräche offen bleibt. Tatsächlich schlug der US-Vizepräsident JD Vance erneut einen vorsichtig optimistischen Ton an und signalisierte, dass die Verhandlungen andauern, wobei Washington eine umfassendere Vereinbarung anstrebt, die auf eine Neugestaltung der wirtschaftlichen Integration Irans in die Welt abzielt. Dies, zusammen mit sinkenden Wahrscheinlichkeiten für eine Zinserhöhung durch die US-Notenbank (Fed), begrenzt die versuchte Erholung des USD und begünstigt die NZD/USD-Bullen.
Am Dienstag veröffentlichte Daten zeigten, dass der US-Erzeugerpreisindex (EPI) im März weniger stark als erwartet gestiegen ist, was die Sorgen über die inflationsfördernde Wirkung des kriegsbedingten Anstiegs der Energiepreise mildert und die Erwartungen an eine restriktive Geldpolitik dämpft. Der daraus resultierende Rückgang der Renditen von US-Staatsanleihen und die vorherrschende positive Risikostimmung schwächen den sicheren Hafen USD und bestätigen die positive Aussichten für das NZD/USD-Paar.
Der neuseeländische Dollar wird stark durch die Gesundheit der neuseeländischen Wirtschaft sowie den Einfluss Chinas, des größten Handelspartners des Landes, geprägt. Auch die Preise für Milchprodukte, Neuseelands wichtigstem Export, spielen eine zentrale Rolle.
Die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) strebt eine Inflationsrate von 1-3 % an und setzt entsprechende Zinssätze fest. Bei hoher Inflation erhöht die RBNZ die Zinsen, um die Wirtschaft abzukühlen, was den Neuseeland-Dollar (NZD) stützt. Niedrige Zinsen hingegen schwächen den NZD. Auch die Zinsdifferenz zu den USA spielt eine wichtige Rolle im Währungspaar NZD/USD.
Die Veröffentlichung makroökonomischer Daten in Neuseeland ist ein entscheidender Indikator für den Zustand der Wirtschaft und hat direkte Auswirkungen auf den Wert des neuseeländischen Dollars (NZD). Eine robuste Wirtschaft, geprägt von starkem Wachstum, niedriger Arbeitslosigkeit und hoher Zuversicht, wirkt sich positiv auf den NZD aus. Ein solides Wirtschaftswachstum zieht ausländische Investitionen an und könnte die Reserve Bank of New Zealand dazu bewegen, die Zinssätze anzuheben – insbesondere, wenn diese Dynamik mit einem Anstieg der Inflation einhergeht. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen könnten den NZD unter Druck setzen und zu einer Abwertung führen.
Der neuseeländische Dollar (NZD) zeigt typischerweise Stärke in Phasen eines "Risk-on"-Marktumfelds, wenn Anleger von einem geringen Risiko und positiven Wachstumsaussichten ausgehen. In solchen Zeiten profitieren Rohstoffe und sogenannte Rohstoffwährungen wie der Kiwi von einer optimistischeren Einschätzung. Im Gegenzug gerät der NZD in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit oder Marktturbulenzen unter Druck, da Investoren vermehrt risikoreiche Anlagen abstoßen und sich in stabilere, sichere Häfen zurückziehen.