Das USD/JPY-Paar baut die Gewinne der vergangenen zwei Tage aus und eröffnet mit einer bullischen Kurslücke zu Beginn der neuen Woche, wobei es während der asiatischen Sitzung auf die Region um 159,85 steigt. Interventionsängste setzen jedoch eine Obergrenze für eine weitere Aufwertung der Kassakurse.
Gescheiterte US-Iran-Friedensgespräche lösen eine neue Welle des globalen Risikoaversionstrades aus und stärken den Status des US-Dollars (USD) als Reservewährung. Hinzu kommen steigende Rohölpreise, die inflationsbedingte Ängste schüren und die hawkischen Erwartungen an die US-Notenbank (Fed) bekräftigen, was den Dollar weiter stützt und dem USD/JPY-Paar Rückhalt gibt.
Der japanische Yen (JPY) hingegen wird durch wirtschaftliche Sorgen belastet, die aus importierten Energieschocks infolge des Nahostkonflikts resultieren. Spekulationen, dass die Behörden eingreifen würden, um eine weitere Schwäche des JPY zu stoppen, halten bärische Händler davon ab, aggressive Wetten abzuschließen, und begrenzen die Gewinne des USD/JPY-Paares.
Die Kassakurse behalten nach der Widerstandsfähigkeit der Vorwoche unterhalb der horizontalen Unterstützung bei 158,25-158,20 eine bullische Tendenz bei. Darüber hinaus hält das USD/JPY-Paar komfortabel über dem einfachen gleitenden Durchschnitt (SMA) der 200-Perioden. Der Relative Strength Index (RSI) nahe 63 deutet auf ein festes Aufwärtsmomentum hin, ohne jedoch überkaufte Bedingungen anzuzeigen.
Zusätzlich wird der Moving Average Convergence Divergence (MACD) zunehmend positiv, was darauf hindeutet, dass die Käufer vorerst die Kontrolle behalten. Die USD/JPY-Bullen könnten jedoch auf eine nachhaltige Stärke und eine Akzeptanz über der psychologischen Marke von 160,00 warten, bevor sie sich für eine Ausweitung der dreitägigen Aufwärtsbewegung positionieren.
Auf der Unterseite wird die erste Unterstützung durch den 200-Perioden-SMA bei 158,56 verstärkt, der den breiteren Aufwärtstrend untermauert und im Falle eines korrigierenden Pullbacks als erstes beobachtetes Niveau gilt. Darauf folgen die Unterstützung bei 158,25-158,20 und die Marke von 158,00, die bei einem Bruch das USD/JPY-Paar verwundbar machen könnten.
(Die technische Analyse dieser Story wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
Die Federal Reserve (Fed) steuert die US-Geldpolitik mit zwei klaren Zielen: Preisstabilität und Vollbeschäftigung. Dabei nutzt die Notenbank Zinssätze als Hauptinstrument. Höhere Zinsen stärken den US-Dollar, da sie die USA für internationale Investoren attraktiver machen. Sinkende Zinsen hingegen schwächen den Greenback.
Die Federal Reserve (Fed) hält jährlich acht geldpolitische Sitzungen ab, bei denen das Federal Open Market Committee (FOMC) die wirtschaftliche Lage beurteilt und geldpolitische Entscheidungen trifft. Das FOMC besteht aus zwölf Mitgliedern – den sieben Mitgliedern des Gouverneursrats, dem Präsidenten der Federal Reserve Bank of New York und vier der elf übrigen regionalen Notenbankpräsidenten, die auf Jahresbasis rotieren.
In Zeiten schwerer Wirtschaftskrisen, wie etwa 2008 während der Finanzkrise, greift die Federal Reserve oft auf QE zurück. Dies bedeutet, dass die Fed massiv Anleihen kauft, um Liquidität bereitzustellen. Diese expansive Geldpolitik schwächt den Dollar, da das zusätzliche Geld die Währung verwässert und das Vertrauen der Investoren mindert.
Quantitative Straffung (QT) ist der umgekehrte Prozess von QE, bei dem die US-Notenbank aufhört, Anleihen von Finanzinstituten zu kaufen und das Kapital aus fällig werdenden Anleihen nicht reinvestiert, um neue Anleihen zu kaufen. Dies wirkt sich in der Regel positiv auf den Wert des US-Dollars aus.