Das Paar AUD/USD startet mit einer bärischen Kurslücke in die neue Woche, zeigt jedoch keine Fortsetzung und erholt sich um rund 40 Pips von den Tiefstständen der asiatischen Sitzung unterhalb der psychologischen Marke von 0,7000. Die Kassapreise notieren derzeit um den Bereich von 0,7030 und liegen damit im Tagesverlauf noch 0,50 % im Minus, vor dem Hintergrund einer neuen Welle der globalen Risikoaversion.
Hochrangige Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran endeten trotz fast 21 Stunden intensiver Gespräche am Wochenende ohne Durchbruch, was einen fragilen zweiwöchigen Waffenstillstand gefährdet. Hinzu kommt, dass US-Präsident Donald Trump ankündigte, die US-Marine werde mit der Blockade der Straße von Hormus beginnen, was das Risiko einer weiteren Eskalation der Spannungen im Nahen Osten erhöht. Dies dämpft wiederum die Risikobereitschaft der Investoren, was dem sicheren Hafen US-Dollar (USD) einen ordentlichen Auftrieb verleiht und den Druck auf das Paar AUD/USD erhöht.
Darüber hinaus belebt eine starke intraday Rallye bei den Rohölpreisen inflationsbedingte Sorgen, bestätigt die Wetten auf eine hawkischere US-Notenbank (Fed) und löst eine neue Aufwärtsbewegung bei den Renditen von US-Staatsanleihen aus. Dies erweist sich als weiterer Faktor, der dem Greenback zugutekommt. Allerdings halten Berichte, wonach regionale Länder daran arbeiten, die USA und den Iran innerhalb weniger Tage zurück an den Verhandlungstisch zu bringen, die Tür für weitere diplomatische Bemühungen offen und begrenzen den USD. Dies, zusammen mit der hawkischen Ausrichtung der Reserve Bank of Australia (RBA), stützt das Paar AUD/USD.
Aus technischer Sicht erholen sich die Kassapreise von einer Zusammenfluss-Unterstützung, die den 200-Stunden-Exponentiellen Gleitenden Durchschnitt (EMA) und das 38,2%-Fibonacci-Retracement des Aufschwungs vom Tief Ende März umfasst. Dies deutet darauf hin, dass Käufer den Bereich um 0,7000 verteidigen. Gleichzeitig hat sich der Relative Strength Index (RSI) aus dem überverkauften Bereich in die hohen 30er erholt, während der Moving Average Convergence Divergence (MACD) im negativen Bereich mit flachem Profil verharrt. Dies deutet darauf hin, dass das bärische Momentum nachlässt, aber noch nicht umgekehrt ist.
Eine anhaltende Stärke über dem 23,6%-Fibonacci-Retracement bei 0,7032 würde den Fibonacci-Anker nahe 0,7093 freilegen. Auf der Unterseite liegt die erste Unterstützung um den 200-Perioden-EMA bei 0,6996 und das gebündelte 38,2%-Fibonacci-Retracement bei 0,6995. Ein entscheidender Durchbruch unter diese Zone würde den Weg zu tieferen Fibonacci-Unterstützungen bei 0,6964 und 0,6934 öffnen, gefolgt von 0,6891 und 0,6835 als weitere strukturelle Tiefpunkte, falls der Verkaufsdruck wieder zunimmt.
(Die technische Analyse dieser Meldung wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
Die Begriffe „Risk-on“ und „Risk-off“ beschreiben die Risikobereitschaft der Anleger. In einer „Risk-on“-Phase sind Investoren bereit, in risikoreichere Anlagen zu investieren, während sie in einer „Risk-off“-Phase sicherere Anlagen bevorzugen.
In „Risk-on“-Phasen steigen die Aktienmärkte, und auch Rohstoffe – abgesehen von Gold – gewinnen an Wert, da sie von einem positiven Wachstumsausblick profitieren. Währungen von rohstoffexportierenden Ländern sowie Kryptowährungen legen zu. In „Risk-off“-Zeiten gewinnen Staatsanleihen an Wert, Gold steigt, und sichere Währungen wie der Japanische Yen, der Schweizer Franken und der US-Dollar werden bevorzugt.
Währungen von rohstoffreichen Ländern wie Australien, Kanada und Neuseeland profitieren in Phasen der Risikobereitschaft („Risk-on“), da Rohstoffe in Zeiten wirtschaftlicher Expansion tendenziell im Preis steigen.
Die Währungen, die in Phasen von „Risk-off“-Stimmungen typischerweise an Wert gewinnen, sind der US-Dollar (USD), der japanische Yen (JPY) und der Schweizer Franken (CHF). Der US-Dollar profitiert in Krisenzeiten von seiner Rolle als Weltreservewährung, da Investoren vermehrt US-Staatsanleihen kaufen, die als besonders sicher gelten. Dies liegt daran, dass es als unwahrscheinlich angesehen wird, dass die größte Volkswirtschaft der Welt zahlungsunfähig wird. Der Yen verzeichnet durch die hohe Nachfrage nach japanischen Staatsanleihen Zuwächse, da ein Großteil dieser Anleihen von inländischen Investoren gehalten wird, die selbst in Krisenzeiten kaum Verkaufsdruck erzeugen. Der Schweizer Franken wird aufgrund strenger Bankgesetze, die den Kapitalschutz verbessern, als sicherer Hafen betrachtet.