Das Paar NZD/USD fällt am Donnerstag während der asiatischen Handelszeiten auf rund 0,5725. Der US-Dollar (USD) steigt gegenüber dem Neuseeland-Dollar (NZD) leicht an, da die Marktteilnehmer aufgrund des anhaltenden Konflikts im Nahen Osten vorsichtig bleiben, was die Nachfrage nach sicheren Häfen stärkt.
US-Präsident Donald Trump sagte am Donnerstag, er erwarte, dass der Krieg mit dem Iran noch zwei bis drei Wochen andauern werde, aber er halte ihn für nahe dem Ende. Trump erklärte weiter, dass die Fähigkeit Irans, Raketen und Drohnen zu starten, eingeschränkt worden sei. Ein Beamter des Weißen Hauses erklärte, dass sich der US-Präsident darauf konzentrieren werde, dass die Operation alle ihre Ziele erreicht oder übertroffen habe, einschließlich der Zerstörung von Irans ballistischen Raketen und Produktionsanlagen.
„Trumps Äußerungen konnten die Märkte nicht beruhigen ... die Märkte beginnen zu erkennen, dass der Krieg wahrscheinlich noch weiter eskalieren wird, bevor er sich wieder entspannt“, sagte Carol Kong, Währungsstrategin bei der Commonwealth Bank of Australia.
Die Aufmerksamkeit wird sich auf den US-Beschäftigungsbericht für März richten, der später am Freitag veröffentlicht wird. Es wird erwartet, dass die US-Wirtschaft im März 60.000 neue Stellen schafft, während die Arbeitslosenquote im gleichen Zeitraum voraussichtlich stabil bei 4,4 % bleibt. Jegliche Anzeichen einer Schwächung des US-Arbeitsmarktes könnten den Greenback belasten und als Rückenwind für das Paar wirken.
Die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) wird nächste Woche ihre Zinsentscheidung bekanntgeben. RBNZ-Gouverneurin Anna Breman deutete an, dass die Bank vorübergehende, energiegetriebene Inflation „durchsehen“ könnte, aber eine Zinserhöhung in Betracht ziehen würde, wenn die langfristigen Erwartungen gefährdet sind.
Der neuseeländische Dollar wird stark durch die Gesundheit der neuseeländischen Wirtschaft sowie den Einfluss Chinas, des größten Handelspartners des Landes, geprägt. Auch die Preise für Milchprodukte, Neuseelands wichtigstem Export, spielen eine zentrale Rolle.
Die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) strebt eine Inflationsrate von 1-3 % an und setzt entsprechende Zinssätze fest. Bei hoher Inflation erhöht die RBNZ die Zinsen, um die Wirtschaft abzukühlen, was den Neuseeland-Dollar (NZD) stützt. Niedrige Zinsen hingegen schwächen den NZD. Auch die Zinsdifferenz zu den USA spielt eine wichtige Rolle im Währungspaar NZD/USD.
Die Veröffentlichung makroökonomischer Daten in Neuseeland ist ein entscheidender Indikator für den Zustand der Wirtschaft und hat direkte Auswirkungen auf den Wert des neuseeländischen Dollars (NZD). Eine robuste Wirtschaft, geprägt von starkem Wachstum, niedriger Arbeitslosigkeit und hoher Zuversicht, wirkt sich positiv auf den NZD aus. Ein solides Wirtschaftswachstum zieht ausländische Investitionen an und könnte die Reserve Bank of New Zealand dazu bewegen, die Zinssätze anzuheben – insbesondere, wenn diese Dynamik mit einem Anstieg der Inflation einhergeht. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen könnten den NZD unter Druck setzen und zu einer Abwertung führen.
Der neuseeländische Dollar (NZD) zeigt typischerweise Stärke in Phasen eines "Risk-on"-Marktumfelds, wenn Anleger von einem geringen Risiko und positiven Wachstumsaussichten ausgehen. In solchen Zeiten profitieren Rohstoffe und sogenannte Rohstoffwährungen wie der Kiwi von einer optimistischeren Einschätzung. Im Gegenzug gerät der NZD in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit oder Marktturbulenzen unter Druck, da Investoren vermehrt risikoreiche Anlagen abstoßen und sich in stabilere, sichere Häfen zurückziehen.