EUR/USD fällt am Mittwoch um 0,21%, da die Federal Reserve die Zinssätze unverändert ließ, wobei der Ausschuss nur 25 Basispunkte Lockerung gegen Ende des Jahres erwartet, wie im Summary of Economic Projections (SEP) dargestellt.
Die geldpolitische Erklärung der Fed zeigte, dass die wirtschaftliche Aktivität weiterhin solide wächst und erkannte an, dass sich der Arbeitsmarkt in einem Szenario ohne Entlassungen und Einstellungen befindet und dass die Inflation "etwas erhöht" bleibt. Sie kommentierten, dass die wirtschaftlichen Aussichten unsicher bleiben und dass die "Auswirkungen der Entwicklungen im Nahen Osten auf die US-Wirtschaft ungewiss sind."
Folglich entschieden sie sich, die Zinsen im Bereich von 3,50%-3,75% zu belassen, mit einer Abstimmung von 11 zu 1, wobei Fed-Gouverneur Stephen Miran für eine Zinssenkung um 25 Basispunkte plädierte.
Die Beamten der Federal Reserve erwarten, dass die US-Wirtschaft 2026 um 2,4% wächst und im folgenden Jahr um 2,3%. Die Arbeitslosenquote wird voraussichtlich stabil bei 4,4% bleiben, während die Inflation, gemessen am Preisindex für persönliche Konsumausgaben (PCE), auf 2,7% prognostiziert wird, gegenüber 2,4% bei der Dezember-Sitzung.
Der Kern-PCE für das gesamte Jahr wird auf 2,7% geschätzt, gegenüber 2,5% im vorherigen SEP-Bericht. In Bezug auf die Geldpolitik erwarten die Beamten der Fed nur eine Senkung um ein Viertel Prozentpunkt im Jahr 2026 und weitere 25 Basispunkte im Jahr 2027.

Der EUR/USD war nach der Entscheidung der Fed gedämpft, blieb jedoch über 1,1500, nachdem er zuvor in der europäischen Sitzung ein Tages-Tief von 1,1490 erreicht hatte.
Die Federal Reserve (Fed) steuert die US-Geldpolitik mit zwei klaren Zielen: Preisstabilität und Vollbeschäftigung. Dabei nutzt die Notenbank Zinssätze als Hauptinstrument. Höhere Zinsen stärken den US-Dollar, da sie die USA für internationale Investoren attraktiver machen. Sinkende Zinsen hingegen schwächen den Greenback.
Die Federal Reserve (Fed) hält jährlich acht geldpolitische Sitzungen ab, bei denen das Federal Open Market Committee (FOMC) die wirtschaftliche Lage beurteilt und geldpolitische Entscheidungen trifft. Das FOMC besteht aus zwölf Mitgliedern – den sieben Mitgliedern des Gouverneursrats, dem Präsidenten der Federal Reserve Bank of New York und vier der elf übrigen regionalen Notenbankpräsidenten, die auf Jahresbasis rotieren.
In Zeiten schwerer Wirtschaftskrisen, wie etwa 2008 während der Finanzkrise, greift die Federal Reserve oft auf QE zurück. Dies bedeutet, dass die Fed massiv Anleihen kauft, um Liquidität bereitzustellen. Diese expansive Geldpolitik schwächt den Dollar, da das zusätzliche Geld die Währung verwässert und das Vertrauen der Investoren mindert.
Quantitative Straffung (QT) ist der umgekehrte Prozess von QE, bei dem die US-Notenbank aufhört, Anleihen von Finanzinstituten zu kaufen und das Kapital aus fällig werdenden Anleihen nicht reinvestiert, um neue Anleihen zu kaufen. Dies wirkt sich in der Regel positiv auf den Wert des US-Dollars aus.