EZB-Mitglied Kazimir: Eine leichte Zinserhöhung der EZB könnte notwendig sein

Quelle Fxstreet

Peter Kazimir, Mitglied des Rates der Europäischen Zentralbank (EZB) und Gouverneur der Nationalbank der Slowakei (NBS), hebt während des europäischen Handels am Freitag die Notwendigkeit einer leichten Zinserhöhung hervor. Kazimir warnte, dass der Iran-Krieg das globale Wachstum noch erheblich verlangsamen könnte.

Marktreaktion

EUR/USD steigt während des europäischen Handels am Freitag um 0,1 % auf nahe 1,1700; der Effekt scheint jedoch auf eine leichte Korrektur des US-Dollars (USD) zurückzuführen zu sein.

EZB - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Die Europäische Zentralbank (EZB), mit Sitz in Frankfurt am Main, steuert die Geldpolitik der Eurozone. Ihr Hauptziel ist die Preisstabilität, definiert durch eine Inflationsrate von rund 2 %. Durch Anpassungen der Zinssätze beeinflusst die EZB maßgeblich den Wechselkurs des Euros, der tendenziell durch höhere Zinsen gestärkt und durch niedrigere geschwächt wird.

In extremen Situationen kann die Europäische Zentralbank ein Instrument namens Quantitative Easing (QE) einsetzen. QE bedeutet, dass die EZB Euros druckt und diese verwendet, um Vermögenswerte – in der Regel Staats- oder Unternehmensanleihen – von Banken und anderen Finanzinstitutionen zu kaufen. QE führt in der Regel zu einer Abschwächung des Euros. Es wird als letztes Mittel eingesetzt, wenn Zinssenkungen allein das Ziel der Preisstabilität nicht erreichen können. Die EZB setzte QE während der Finanzkrise 2009-2011, 2015 bei anhaltend niedriger Inflation und während der COVID-19-Pandemie ein.

Quantitative Straffung (QT) ist das Gegenteil von QE: Statt Staatsanleihen zu kaufen, stellt die EZB den Ankauf ein und reinvestiert fällige Beträge nicht mehr. Dies wirkt sich in der Regel positiv auf den Euro aus, da es die Liquidität am Markt verringert.

Haftungsausschluss: Nur zu Informationszwecken. Die bisherige Performance ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
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