Der US-Dollar-Index (DXY), der den Wert des Greenback gegenüber sechs wichtigen Währungen abbildet, hält im asiatischen Handel am Freitag die Gewinne nahe dem Wochenhoch um 99,00. Der US-Dollar (USD) zeigt Stärke, da die Ölpreise angesichts der Befürchtungen einer langanhaltenden Schließung der Straße von Hormus, einem wichtigen Durchgang für fast 20 % der weltweiten Energieversorgung, erhöht bleiben.
Zum Zeitpunkt der Berichterstattung notiert der WTI-Ölpreis unverändert um 95,00, hat jedoch seit seinem jüngsten Tief von 78,88 USD am 17. April fast 20 % zugelegt.
Sorgen über die langanhaltende Schließung der Straße von Hormus resultieren aus ins Stocken geratenen Friedensgesprächen zwischen den Vereinigten Staaten (US) und dem Iran. Teheran zeigt aufgrund der anhaltenden US-Blockade iranischer Seehäfen kein Interesse an der Wiederaufnahme der Friedensgespräche mit Washington.
Höhere Ölpreise haben die Inflationserwartungen entankert, ein Szenario, das es Händlern erlaubt, Wetten auf Zinssenkungen der Federal Reserve (Fed) kurzfristig zu reduzieren. Für aussagekräftige Hinweise zur US-Inflationsprojektion warten Anleger auf die Daten zu den Verbraucher-Inflationserwartungen der University of Michigan (UoM) für ein und fünf Jahre im April, die um 14:00 GMT veröffentlicht werden.
In Zukunft werden sich die Anleger vor allem auf die geldpolitische Bekanntgabe der Fed am Mittwoch konzentrieren, bei der erwartet wird, dass die Zinsen auf dem aktuellen Niveau unverändert bleiben.

Im Tageschart notiert der Dollar Index Spot bei etwa 98,86. Der Preis liegt geringfügig über dem 20-Tage-Exponentiellen gleitenden Durchschnitt (EMA) bei 98,80, was den kurzfristigen Ton weitgehend neutral hält, da der Index sich knapp über dieser dynamischen Unterstützung konsolidiert.
Der Relative-Stärke-Index (14) bei 50,11 befindet sich nahe der Mittellinie, was auf einen Mangel an starkem Richtungsimpuls hinweist und die Ansicht eines Marktes bestätigt, der nach seinem jüngsten Pullback pausiert.
Auf der Unterseite liegt die unmittelbare Unterstützung beim Tief vom 23. April bei 98,53, gefolgt vom Tief vom 21. April um 98,00. Nach oben könnte der Preis seine Aufwärtsbewegung in Richtung des Hochs vom 9. April bei 99,16 ausweiten, wenn es gelingt, sich nachhaltig über dem 20-Tage-EMA zu halten, und könnte weiter bis zum Hoch vom 8. April um 99,70 steigen.
(Die technische Analyse dieser Story wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
Die US-Notenbank (Federal Reserve, kurz Fed) entscheidet achtmal im Jahr bei vorher festgelegten Sitzungen über die Geldpolitik und insbesondere über die Höhe der Leitzinsen. Sie verfolgt dabei zwei zentrale Ziele: eine Inflationsrate von rund 2 % sowie die Sicherung der Vollbeschäftigung. Das wichtigste Instrument zur Umsetzung dieser Ziele ist die Steuerung der Zinssätze – sowohl jener, zu denen die Fed Geld an Geschäftsbanken verleiht, als auch der Zinssätze, zu denen sich die Banken untereinander Geld leihen. Hebt die Fed die Zinsen an, gewinnt der US-Dollar (USD) in der Regel an Wert, da höhere Zinsen ausländisches Kapital anziehen. Senkt sie die Zinsen, neigt der Dollar dazu, an Wert zu verlieren, weil Investoren ihr Geld eher in Länder mit höheren Renditen verlagern. Bleiben die Zinsen unverändert, richtet sich der Fokus auf den Ton der begleitenden Erklärung des Offenmarktausschusses (FOMC): Klingt diese eher „hawkish“, also auf künftige Zinserhöhungen hindeutend, oder „dovish“, was auf mögliche Zinssenkungen schließen lässt.
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Quelle: Federal Reserve