Der ING-Ökonom Muhammet Mercan rechnet für die Türkei im vierten Quartal 2025 mit einem Wirtschaftswachstum von 3,9 Prozent. Für das Gesamtjahr 2025 impliziere dies ein Plus von 3,8 Prozent. Treiber bleibe vor allem die Inlandsnachfrage, auch wenn sich die Dynamik auf Quartalssicht etwas abschwächen dürfte. Für Februar erwartet er eine weiterhin hohe Inflation von 2,9 Prozent zum Vormonat und 31,4 Prozent im Jahresvergleich. Eine negativere Überraschung könnte die Zentralbank nach Einschätzung des Ökonomen dazu veranlassen, bei der Sitzung im März eine Zinspause einzulegen.
Starke Inlandsnachfrage trifft auf zähe Teuerung
„Wir erwarten ein Wachstum von 3,9 Prozent, was für das Gesamtjahr 2025 einem Plus von 3,8 Prozent entspricht.“
„Das deutet auf eine anhaltende Widerstandsfähigkeit des Bruttoinlandsprodukts bei von der Inlandsnachfrage getriebenem Wachstum hin, auch wenn auf Quartalsbasis mit einem gewissen Dynamikverlust zu rechnen ist.“
„Die Inflation dürfte hingegen im Februar hoch bleiben, wie von der Zentralbank gewarnt, mit Aufwärtsdruck durch steigende Lebensmittelpreise im Vorfeld des Ramadan.“
„Wir sehen die Monatsrate bei 2,9 Prozent, während die Jahresinflation von 30,7 Prozent im Vormonat auf 31,4 Prozent anziehen dürfte.“
„Eine stärker negative Überraschung würde die Notenbank aus unserer Sicht zu größerer Vorsicht veranlassen und damit möglicherweise zu einer Pause bei der Sitzung des geldpolitischen Ausschusses im März führen.“




