US-Staatsanleihenrenditen steigen leicht aufgrund steigender Ölpreise, Inflationsängste nehmen zu

Quelle Fxstreet

Die Renditen der US-Staatsanleihen steigen während der asiatischen Handelsstunden am Montag. Die benchmark 10-jährige Treasury-Rendite steigt um 75 Basispunkte (bps) auf 3,98%, während die 30-jährige Treasury-Anleihe auf 4,657% klettert. Unterdessen stieg die Rendite der 2-jährigen Treasury-Note auf 3,40%.

Händler werden die Entwicklungen rund um die Störungen in der Straße von Hormuz, einer wichtigen Route, die etwa 20% des weltweiten Ölangebots transportiert, genau beobachten, da dies zu einem Anstieg der Ölpreise führen könnte. Steigende Energiekosten neigen dazu, sich auf die breitere Wirtschaft auszuwirken und die Inflationserwartungen zu erhöhen. Dies könnte wiederum die US-Notenbank (Fed) dazu veranlassen, eine restriktivere Haltung einzunehmen und die Zinssätze länger hoch zu halten.

Händler rechnen weiterhin mit möglichen Zinssenkungen der Fed später in diesem Jahr, wobei ein CME FedWatch-Tool eine hohe Wahrscheinlichkeit anzeigt, dass die Zinsen bis Mitte März zwischen 3,5% und 3,75% bleiben.

Fed - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Die Federal Reserve (Fed) steuert die US-Geldpolitik mit zwei klaren Zielen: Preisstabilität und Vollbeschäftigung. Dabei nutzt die Notenbank Zinssätze als Hauptinstrument. Höhere Zinsen stärken den US-Dollar, da sie die USA für internationale Investoren attraktiver machen. Sinkende Zinsen hingegen schwächen den Greenback.

Die Federal Reserve (Fed) hält jährlich acht geldpolitische Sitzungen ab, bei denen das Federal Open Market Committee (FOMC) die wirtschaftliche Lage beurteilt und geldpolitische Entscheidungen trifft. Das FOMC besteht aus zwölf Mitgliedern – den sieben Mitgliedern des Gouverneursrats, dem Präsidenten der Federal Reserve Bank of New York und vier der elf übrigen regionalen Notenbankpräsidenten, die auf Jahresbasis rotieren.

In Zeiten schwerer Wirtschaftskrisen, wie etwa 2008 während der Finanzkrise, greift die Federal Reserve oft auf QE zurück. Dies bedeutet, dass die Fed massiv Anleihen kauft, um Liquidität bereitzustellen. Diese expansive Geldpolitik schwächt den Dollar, da das zusätzliche Geld die Währung verwässert und das Vertrauen der Investoren mindert.

Quantitative Straffung (QT) ist der umgekehrte Prozess von QE, bei dem die US-Notenbank aufhört, Anleihen von Finanzinstituten zu kaufen und das Kapital aus fällig werdenden Anleihen nicht reinvestiert, um neue Anleihen zu kaufen. Dies wirkt sich in der Regel positiv auf den Wert des US-Dollars aus.

Haftungsausschluss: Nur zu Informationszwecken. Die bisherige Performance ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
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