Der stellvertretende Gouverneur der Bank of Japan (BoJ), Himino, sagte am Montag, dass die Zentralbank die Zinssätze in Richtung neutral anheben könnte, selbst wenn die Verbraucherpreisinflation unter 2% fällt, sofern sie die zugrunde liegende Inflation als beschleunigend in Richtung unseres Preisziels beurteilt.
Erwarten Sie, dass die Verbraucherinflation in Japan für einige Zeit unter 2% bleibt.
Gute Chance, dass die zugrunde liegende Inflation moderat beschleunigt, jedoch müssen wir das Risiko im Auge behalten, dass eine erwartete Verlangsamung der Verbraucherpreisinflation die zugrunde liegende Inflation beeinflussen könnte.
Selbst wenn die Verbraucherpreisinflation unter 2% fällt, könnten wir die Zinssätze in Richtung neutral anheben, wenn wir die zugrunde liegende Inflation als beschleunigend in Richtung unseres Preisziels beurteilen.
Akkommodierende geldpolitische Bedingungen könnten zu den Faktoren gehören, die die inländischen Immobilien- und Aktienpreise erhöhen, daher müssen wir die Entwicklungen sorgfältig beobachten.
Derzeit sehen wir keine Bewegungen bei den Vermögenspreisen, die Risiken zeigen, die eine geldpolitische Reaktion rechtfertigen würden.
Bei Redaktionsschluss lag das Paar USD/JPY um 0,46% höher als am Vortag bei 157,00.
Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.