Der Softwarekonzern Microsoft treibt den Umbau seines Geschäfts im Zuge des Booms künstlicher Intelligenz voran und setzt dabei erstmals auf freiwillige Abfindungsprogramme in den USA. Das Angebot richtet sich an einen begrenzten Kreis von Beschäftigten unterhalb der obersten Führungsebene, die bestimmte Kriterien bei Alter und Betriebszugehörigkeit erfüllen.
Ein kleiner Teil der US-Belegschaft kommt für das Programm infrage. Ausgenommen sind Mitarbeiter mit provisionsabhängigen Vergütungsmodellen. Details sollen den Betroffenen Anfang Mai mitgeteilt werden.
Hintergrund der Maßnahme sind steigende Investitionen in Infrastruktur für KI-Anwendungen. Der Konzern baut seine Kapazitäten in Rechenzentren aus, um die Nachfrage nach cloudbasierten KI-Diensten zu bedienen. Vergleichbare Investitionsschwerpunkte setzen auch andere große Technologiekonzerne wie Alphabet und Amazon.
Parallel dazu sieht sich die Softwarebranche mit strukturellen Veränderungen konfrontiert. Neue KI-Tools für die Softwareentwicklung könnten etablierte Geschäftsmodelle unter Druck setzen.
Microsoft hatte bereits im vergangenen Jahr mit Stellenabbau auf steigende Kosten reagiert. Weltweit beschäftigt der Konzern mehr als 200.000 Mitarbeiter, wobei ein großer Teil in den USA tätig ist.
Zusätzlich zu den Abfindungsangeboten nimmt das Unternehmen Anpassungen an seiner Vergütungsstruktur vor. Führungskräfte erhalten künftig mehr Flexibilität bei der Verteilung von Vergütungskomponenten. Gleichzeitig wird das System zur Leistungsbewertung vereinfacht.
Mit diesen Schritten richtet der Konzern seine Organisation stärker auf langfristiges Wachstum im KI-getriebenen Technologiemarkt aus.