Strategy (MSTR) und Strive (ASST) haben ihre Bitcoin-(BTC)-Treasuries in der vergangenen Woche ausgebaut. Gleichzeitig passte die japanische Metaplanet ihren Kapitalallokationsrahmen an, um Bitcoin weiter als dominierenden Vermögenswert in der Bilanz zu halten.
Strategy gab am Montag laut einer Form-8-K-Mitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC bekannt, in der vergangenen Woche in moderatem Umfang 334 BTC für 28 Millionen Dollar gekauft zu haben.
Finanziert wurden die Käufe durch Nettoerlöse von 15,7 Millionen Dollar aus dem Verkauf von Class-A-Stammaktien sowie durch 13 Millionen Dollar an USD-Barmitteln. Damit stieg der gesamte Bitcoin-Bestand von Strategy auf 848.000 BTC.
Strategy teilte außerdem mit, über USD-Reserven von rund 4,8 Milliarden Dollar sowie über 833 Millionen Dollar an USD-Barmitteln zu verfügen, die für Bitcoin-Käufe und andere Treasury-Zwecke eingesetzt werden können. Schätzungen für das dritte Quartal weisen einen Gewinn aus digitalen Vermögenswerten von 20,91 Milliarden Dollar aus, der teilweise durch latente Steueraspekte ausgeglichen wurde.
MSTR notiert bei 164,90 Dollar und liegt am Tag 3 Prozent im Plus.
Neben Strategy baute auch Strive seine Bitcoin-Treasury aus und erwarb in der vergangenen Woche 2.000 BTC für rund 169 Millionen Dollar. Dadurch stiegen die Bestände von Strive von 27.462 BTC auf 29.462 BTC.
Die jüngsten Bitcoin-Käufe von Strive wurden größtenteils über die Ausgabe der Variable Rate Series A Perpetual Preferred Stock (SATA) finanziert.
Das Unternehmen richtete außerdem eine Fazilität von bis zu 500 Millionen Dollar ein, um mögliche SATA-Rückkäufe zu unterstützen. Die Amplification Ratio lag bei 55,3 Prozent. Strive strebt einen Wert von mehr als 60 Prozent an, solange Bitcoin unter 100.000 Dollar bleibt.
Im dritten Quartal erwarb Strive 8.137 BTC zu einem durchschnittlichen Kaufpreis von 78.885 Dollar je Bitcoin.
ASST notiert am Montag bei 30,50 Dollar und liegt 1,6 Prozent im Plus.
Während Strategy und Strive ihre Bitcoin-Bestände erhöhten, ging Metaplanet einen anderen Schritt und überarbeitete seine Kapitalallokationspolitik.
Das japanische Unternehmen hat sein Bitcoin-Treasury-Geschäft seit 2024 ins Zentrum seiner Unternehmensstrategie gestellt. Die Bestände belaufen sich inzwischen auf 44.000 BTC.
Gemäß der überarbeiteten Politik wird das Unternehmen rund 85 bis 90 Prozent seiner gesamten Vermögenswerte Bitcoin als langfristiger Kernreserve im Treasury zuweisen. Die Strategie ist laut einer am Montag veröffentlichten Mitteilung ausdrücklich darauf ausgerichtet, die BTC Yield zu maximieren.
Die verbleibenden 10 bis 15 Prozent der Vermögenswerte sollen in strategische Investitionen fließen, darunter Fusionen und Übernahmen mit dem Ziel, eine bitcoinbasierte Finanzplattform aufzubauen.
Metaplanet plant außerdem, Kapital in ertragsgenerierende Vermögenswerte im Rahmen einer neuen Net Interest Income Strategy sowie in seine Vermögensverwaltungsaktivitäten zu investieren.
Das Unternehmen teilte zudem mit, dass seine Finanzierungsstrategie dauerhaftes Eigenkapital über ewige Vorzugsaktien und selektive Stammaktienemissionen priorisieren werde. Stammaktien sollen grundsätzlich nur ausgegeben werden, wenn der Markt-Nettoinventarwert (mNAV) über dem Faktor 1,0 liegt.
Bitcoin notiert zum Zeitpunkt der Veröffentlichung bei 85.700 Dollar und liegt in den vergangenen 24 Stunden 0,4 Prozent im Plus.