West Texas Intermediate (WTI) US-Öl wird am Dienstag zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts bei etwa 65,95 USD gehandelt, was einem Rückgang von 0,68% im Verlauf der Sitzung entspricht, nachdem es am Montag ein Sechs-Monats-Hoch von 67,23 USD erreicht hatte. Die bärische Umkehr erfolgt, da Investoren die anhaltenden geopolitischen Risiken im Nahen Osten gegen makroökonomische Faktoren abwägen, die die Nachfrage belasten könnten.
Die Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten (USA) und dem Iran stehen weiterhin im Fokus. Diplomatische Gespräche sollen diese Woche in Genf fortgesetzt werden, während Washington politischen und militärischen Druck auf Teheran aufrechterhält. Iranische Marineübungen im Persischen Golf, durch den täglich etwa 20 Millionen Barrel transitieren, haben Ängste vor möglichen Versorgungsunterbrechungen neu entfacht. Dieser Hintergrund unterstützt weiterhin einen geopolitischen Risikoaufschlag, der in den Rohölpreisen verankert ist.
Gleichzeitig sieht sich der Markt der Aussicht auf ein Überangebot in der mittelfristigen Perspektive gegenüber. Die US-Energieinformationsbehörde (EIA) erwartet, dass die globalen Bestände steigen, da das Produktionswachstum voraussichtlich die Nachfrage übersteigen wird. Die Behörde prognostiziert, dass die globalen Lagerbestände in diesem Jahr im Durchschnitt um 3,1 Millionen Barrel pro Tag steigen werden, was über dem Anstieg liegt, der für 2025 erwartet wird. Diese Prognosen deuten auf ein potenziell ausgewogenes oder sogar überversorgtes Marktumfeld im Laufe des Jahres hin.
Darüber hinaus ist die Handelsunsicherheit nach dem Signal der US-Administration, neue nationale Sicherheitszölle einzuführen, nach einem Urteil des Obersten Gerichtshofs, das einige frühere Abgaben für ungültig erklärte, wieder aufgeflammt. Ein geplanter globaler Zoll von 15% wurde erwähnt, was Bedenken hinsichtlich des globalen Wachstums und der Energienachfrage neu aufwirft.
Vor diesem gemischten Hintergrund spiegelt der Rückgang von WTI einen Markt wider, der zwischen anhaltenden geopolitischen Risiken auf der Angebotsseite und wachsenden Fragen zur Aussichten für die globale Nachfrage hin- und hergerissen ist. Die Aufmerksamkeit richtet sich nun auf die Veröffentlichung der wöchentlichen Rohöllagerdaten des American Petroleum Institute (API) später am Tag, die frische Impulse für die Preise in naher Zukunft liefern könnten.
Im 4-Stunden-Chart wird WTI US-ÖL bei 65,97 USD gehandelt. Die kurzfristige Tendenz ist leicht bullish, da der Preis komfortabel über den steigenden 50-Perioden- und 100-Perioden-Simple Moving Averages (SMAs) liegt, die sich im Bereich von 64,50–64,00 USD gruppieren und einen zugrunde liegenden Aufwärtstrend verstärken, der den Preis von unter 60 USD nach oben führt. Der Relative Strength Index (RSI) ist auf 53 zurückgegangen, nachdem er sich zuvor im überkauften Bereich über 70 aufgehalten hatte, was darauf hindeutet, dass sich der Momentum normalisiert hat, ohne dass es zu einem entscheidenden Wechsel zugunsten der Verkäufer gekommen ist, während der vorherige Durchbruch über die frühere Trendlinien-Reaktionszone nahe 65,20 USD unterstreicht, dass die Käufer weiterhin die kurzfristige Struktur kontrollieren.
Der unmittelbare Widerstand liegt bei den jüngsten Höchstständen nahe 67,00 USD, die den letzten Anstieg begrenzt haben und die Ebene darstellen, die die Bullen überwinden müssen, um den Aufwärtstrend in Richtung höherer Höchststände auszudehnen. Auf der Abwärtsseite wird die erste Unterstützung im Bereich von 66,20–65,90 USD gesehen, wo sich die jüngsten Rückgänge stabilisiert haben, während eine stärkere Unterstützung in der Nähe des Zusammenflusses des 50-Perioden-SMA und der steigenden Trendlinie im Bereich von 64,50 USD entsteht. Ein Durchbruch unter diese Region würde die nächste Unterstützung um 63,50 USD freilegen, während eine nachhaltige Bewegung über 67,00 USD den Weg in die oberen 60er Jahre ebnen und die vorherrschende bullish Tendenz verstärken würde.
(Die technische Analyse dieser Geschichte wurde mit Hilfe eines KI-Tools verfasst.)