Das Währungspaar USD/CHF handelt während der nordamerikanischen Sitzung am Dienstag um 0,8900 und profitiert von der breiteren Stärke des US-Dollars (USD). Der US-Handelsminister Howard Lutnick enthüllte Pläne des Weißen Hauses zur Erleichterung von Zöllen auf US-Automobilhersteller, was eine milde Erholung der globalen Risikobereitschaft unterstützt. In der Zwischenzeit steigt der US-Dollar-Index (DXY) leicht in Richtung 99,30, gestützt durch die Erwartungen, dass schwächere Arbeitsmarktdaten und ein schwaches Verbrauchervertrauen die Federal Reserve (Fed) zu einer vorsichtigeren Geldpolitik bewegen könnten. Allerdings bleibt die Unsicherheit bezüglich der Handelsverhandlungen zwischen den USA und China bestehen, was einen stärkeren USD-Anstieg verhindert.
Daten des US Bureau of Labor Statistics (BLS) zeigten, dass die Zahl der offenen Stellen im Job Openings and Labor Turnover Survey (JOLTS) für März auf 7,192 Millionen gesunken ist, was die Erwartungen von 7,5 Millionen verfehlte und den niedrigsten Wert seit September markiert. Parallel dazu fiel der Consumer Confidence Index des Conference Board im April stark auf 86,0, was auf zunehmenden wirtschaftlichen Pessimismus hindeutet. Trotz schwächerer Arbeitsmarktdaten und Stimmungslagen gewann der USD moderat, da die Märkte mögliche Zollerleichterungen erwarteten und auf wichtige Wirtschaftszahlen später in der Woche warteten, einschließlich BIP- und ISM-PMI-Veröffentlichungen.
Andernorts beeinflussten geopolitische Schlagzeilen die Risikostimmung. US-Finanzminister Scott Bessent betonte, dass China die Initiative zur Deeskalation der Handels Spannungen ergreifen sollte, während Pekings Entscheidung, den Zoll von 125% auf US-Ethan-Importe zu erlassen, als marginal positiv angesehen wurde. Die Märkte bleiben vorsichtig, insbesondere da widersprüchliche Botschaften aus Washington und Peking die Unsicherheit erhöhen.
USD/CHF hält einen konstruktiven Ton über 0,8880 und tendiert zu einem allmählichen Anstieg. Der 20-Tage-Simple Moving Average (SMA) liegt bei etwa 0,8870 und bietet unmittelbare Unterstützung, während der 50-Tage-SMA nahe 0,8820 eine sekundäre Unterstützung bietet. Momentum-Indikatoren zeigen eine moderate Bullishness: der 14-Tage Relative Strength Index (RSI) stabilisiert sich um die 55-Marke, während der MACD sich einem bullischen Kreuzungspunkt nähert. Auf der Oberseite, wenn die Bullen über 0,8915 drücken, könnte der nächste Widerstand um 0,8950 auftreten, gefolgt von der psychologischen Barriere bei 0,9000. Ein Rückgang unter 0,8870 könnte 0,8820 und 0,8780 als Unterstützungsbereiche freilegen.
Mit einer leichten Verbesserung der Risikostimmung, der Unterstützung des Weißen Hauses für Automobilhersteller und gemischten US-Wirtschaftsdaten bleibt USD/CHF kurzfristig nach oben geneigt. Breitere Bewegungen werden jedoch von den bevorstehenden US-Wirtschaftsveröffentlichungen und weiteren handelsbezogenen Entwicklungen abhängen.