Das Paar NZD/USD gewinnt während der asiatischen Handelsstunden am Donnerstag an Boden und notiert um 0,5800. Dennoch könnten eskalierende Spannungen im Nahen Osten den neuseeländischen Dollar (NZD) als risikoreichere Anlage gegenüber dem US-Dollar (USD) belasten. Der US-Erzeugerpreisindex (PPI) Bericht.
Der gemeinsame militärische Befehl Irans erklärte, dass seine Streitkräfte auf jede "Aggression" der USA in der Region mit einer "vernichtenden und entscheidenden" Antwort reagieren werden. Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump angekündigt, erneut gegen den Iran vorzugehen, und das Land für die Verzögerung der Gespräche über ein vorläufiges Friedensabkommen kritisiert, nachdem nächtliche Angriffe den fragilen Waffenstillstand weiter belastet hatten.
Bahrain, Jordanien und Kuwait haben Berichten von Reuters zufolge am Donnerstag iranische Raketen und Drohnen abgefangen, die auf US-Militäranlagen zielten. Die Befürchtung eines größeren Konflikts in der Region könnte den Greenback als sichere Hafenwährung stärken.
Die US-Inflation beschleunigte sich im Mai auf das schnellste Tempo seit mehr als drei Jahren, da der Iran-Krieg die Energiepreise in die Höhe trieb. Das US Bureau of Labor Statistics (BLS) gab am Mittwoch bekannt, dass der US-Verbraucherpreisindex (VPI) im Mai um 4,2 % gegenüber dem Vorjahr stieg, nach 3,8 % zuvor. Diese Zahl entsprach den Markterwartungen. Nach dem starken Inflationsbericht haben sich die Markterwartungen deutlich von jeglicher verbleibender Hoffnung auf Zinssenkungen in diesem Jahr entfernt.
Die Händler haben eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte (bps) im Dezember vollständig eingepreist, was eine deutliche Kehrtwende gegenüber den Erwartungen von zwei Zinssenkungen in diesem Jahr darstellt, bevor der Iran-Krieg Ende Februar ausbrach.
Der neuseeländische Dollar wird stark durch die Gesundheit der neuseeländischen Wirtschaft sowie den Einfluss Chinas, des größten Handelspartners des Landes, geprägt. Auch die Preise für Milchprodukte, Neuseelands wichtigstem Export, spielen eine zentrale Rolle.
Die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) strebt eine Inflationsrate von 1-3 % an und setzt entsprechende Zinssätze fest. Bei hoher Inflation erhöht die RBNZ die Zinsen, um die Wirtschaft abzukühlen, was den Neuseeland-Dollar (NZD) stützt. Niedrige Zinsen hingegen schwächen den NZD. Auch die Zinsdifferenz zu den USA spielt eine wichtige Rolle im Währungspaar NZD/USD.
Die Veröffentlichung makroökonomischer Daten in Neuseeland ist ein entscheidender Indikator für den Zustand der Wirtschaft und hat direkte Auswirkungen auf den Wert des neuseeländischen Dollars (NZD). Eine robuste Wirtschaft, geprägt von starkem Wachstum, niedriger Arbeitslosigkeit und hoher Zuversicht, wirkt sich positiv auf den NZD aus. Ein solides Wirtschaftswachstum zieht ausländische Investitionen an und könnte die Reserve Bank of New Zealand dazu bewegen, die Zinssätze anzuheben – insbesondere, wenn diese Dynamik mit einem Anstieg der Inflation einhergeht. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen könnten den NZD unter Druck setzen und zu einer Abwertung führen.
Der neuseeländische Dollar (NZD) zeigt typischerweise Stärke in Phasen eines "Risk-on"-Marktumfelds, wenn Anleger von einem geringen Risiko und positiven Wachstumsaussichten ausgehen. In solchen Zeiten profitieren Rohstoffe und sogenannte Rohstoffwährungen wie der Kiwi von einer optimistischeren Einschätzung. Im Gegenzug gerät der NZD in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit oder Marktturbulenzen unter Druck, da Investoren vermehrt risikoreiche Anlagen abstoßen und sich in stabilere, sichere Häfen zurückziehen.