NZD/USD bleibt am vierten Tag in Folge stärker und handelt während der asiatischen Handelszeiten am Donnerstag um 0,5910. Das Paar gewinnt an Boden, da der US-Dollar (USD) angesichts nachlassender Nachfrage nach sicheren Häfen nach der Verlängerung des Waffenstillstands mit Iran durch US-Präsident Donald Trump unter Druck steht.
US-Präsident Donald Trump sagte am Dienstag, dass die USA den Waffenstillstand mit Iran auf Bitte Pakistans verlängern, während auf einen einheitlichen Vorschlag aus Teheran gewartet wird, was die Befürchtungen eines erneuten Konflikts, der die Energiepreise stark ansteigen ließ, mildert.
Die Spannungen bleiben jedoch hoch, da Iran die Kontrolle über die Straße von Hormus behält, den Durchgang einschränkt und Schiffe ins Visier nimmt. Der iranische Parlamentspräsident und Chefunterhändler Mohammad Bagher Ghalibaf erklärte, dass eine Wiedereröffnung der Straße „unmöglich“ sei, solange die USA und Israel weiterhin das, was er als „offensichtliche“ Verstöße gegen den Waffenstillstand bezeichnete, einschließlich der US-Seekriegsblockade, fortsetzen.
In Neuseeland hat die Labour-Partei ihre Unterstützung für das Freihandelsabkommen zwischen Indien und Neuseeland zugesagt, was der National Party und ACT genügend Stimmen verschafft, um das Abkommen im Parlament durchzubringen. Unterdessen hat Moody’s die Aussichten für Neuseeland von stabil auf negativ herabgestuft, bedingt durch globale wirtschaftliche und politische Unsicherheiten, nachdem Fitch Ratings im März eine ähnliche Herabstufung vorgenommen hatte.
Der neuseeländische Dollar wird stark durch die Gesundheit der neuseeländischen Wirtschaft sowie den Einfluss Chinas, des größten Handelspartners des Landes, geprägt. Auch die Preise für Milchprodukte, Neuseelands wichtigstem Export, spielen eine zentrale Rolle.
Die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) strebt eine Inflationsrate von 1-3 % an und setzt entsprechende Zinssätze fest. Bei hoher Inflation erhöht die RBNZ die Zinsen, um die Wirtschaft abzukühlen, was den Neuseeland-Dollar (NZD) stützt. Niedrige Zinsen hingegen schwächen den NZD. Auch die Zinsdifferenz zu den USA spielt eine wichtige Rolle im Währungspaar NZD/USD.
Die Veröffentlichung makroökonomischer Daten in Neuseeland ist ein entscheidender Indikator für den Zustand der Wirtschaft und hat direkte Auswirkungen auf den Wert des neuseeländischen Dollars (NZD). Eine robuste Wirtschaft, geprägt von starkem Wachstum, niedriger Arbeitslosigkeit und hoher Zuversicht, wirkt sich positiv auf den NZD aus. Ein solides Wirtschaftswachstum zieht ausländische Investitionen an und könnte die Reserve Bank of New Zealand dazu bewegen, die Zinssätze anzuheben – insbesondere, wenn diese Dynamik mit einem Anstieg der Inflation einhergeht. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen könnten den NZD unter Druck setzen und zu einer Abwertung führen.
Der neuseeländische Dollar (NZD) zeigt typischerweise Stärke in Phasen eines "Risk-on"-Marktumfelds, wenn Anleger von einem geringen Risiko und positiven Wachstumsaussichten ausgehen. In solchen Zeiten profitieren Rohstoffe und sogenannte Rohstoffwährungen wie der Kiwi von einer optimistischeren Einschätzung. Im Gegenzug gerät der NZD in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit oder Marktturbulenzen unter Druck, da Investoren vermehrt risikoreiche Anlagen abstoßen und sich in stabilere, sichere Häfen zurückziehen.