EUR/USD schwächt sich aufgrund der Risikoaversion ab, die auf das Scheitern der Friedensgespräche zwischen den Vereinigten Staaten (US) und Iran zurückzuführen sein könnte. Das Paar notiert während der asiatischen Handelszeiten um 1,1670, nachdem es am Montag mit einem Kursrückgang eröffnet hatte.
Der US-Vizepräsident JD Vance erklärte, Washington und Teheran hätten nach 21 Stunden Verhandlungen in Islamabad keine Friedensvereinbarung erzielt. Vance betonte zudem, dass die Verhandlungen noch keine für beide Seiten akzeptable Einigung erbracht hätten und unterstrich die Notwendigkeit fester Zusicherungen, dass Iran keine Atomwaffen anstreben werde.
Unterdessen sagte US-Präsident Donald Trump, die USA würden mit der „Blockade“ aller Schiffe beginnen, die die Straße von Hormus befahren oder verlassen. Das US-Zentralkommando (CENTCOM) teilte mit, dass die Streitkräfte ab Montag um 10 Uhr ET (14:00 GMT) mit der Blockade des gesamten Schiffsverkehrs zu und von iranischen Häfen beginnen werden.
Der Sprecher des iranischen Parlaments, Mohammad Bagher Ghalibaf, sagte, dass die USA trotz „konstruktiver Initiativen“ das Vertrauen der iranischen Delegation nicht gewinnen konnten und die Entscheidung bei Washington liege. Die iranische Revolutionsgarde (IRGC) warnte, dass jegliche militärische Schiffe, die sich der Straße von Hormus nähern, den Waffenstillstand verletzen und mit einer entschiedenen Reaktion rechnen müssten.
Der Euro ist die Währung der 19 Länder der Europäischen Union, die zur Eurozone gehören. Nach dem US-Dollar ist er die am zweithäufigsten gehandelte Währung der Welt. Im Jahr 2022 machte er 31 % aller Devisentransaktionen aus, mit einem durchschnittlichen Tagesumsatz von über 2,2 Billionen US-Dollar pro Tag. Der EUR/USD ist das am meisten gehandelte Währungspaar der Welt und macht schätzungsweise 30 % aller Transaktionen aus. Es folgen der EUR/JPY mit 4 %, der EUR/GBP mit 3 % und der EUR/AUD mit 2 %.
Die Europäische Zentralbank (EZB) in Frankfurt, Deutschland, ist die Zentralbank der Eurozone. Sie legt die Zinssätze fest und steuert die Geldpolitik. Das Hauptziel der EZB ist die Preisstabilität, was entweder die Kontrolle der Inflation oder die Förderung des Wachstums bedeutet. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anhebung oder Senkung der Zinssätze. Relativ hohe Zinssätze oder die Erwartung höherer Zinssätze stärken in der Regel den Euro und umgekehrt. Der EZB-Rat trifft geldpolitische Entscheidungen in acht Sitzungen pro Jahr. Diese werden von den Leitern der nationalen Zentralbanken der Eurozone und sechs ständigen Mitgliedern, darunter EZB-Präsidentin Christine Lagarde, getroffen.
Die Inflation in der Eurozone, gemessen am harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI), ist ein entscheidender Faktor für den Euro. Übertrifft die Inflation die Erwartungen und das Ziel von 2 % der Europäischen Zentralbank (EZB), wird die EZB wahrscheinlich die Zinsen anheben müssen, um die Preisstabilität zu sichern. Höhere Zinsen im Vergleich zu anderen Währungsräumen machen den Euro attraktiver für globale Investoren und stärken somit die Währung.
Veröffentlichungen von Wirtschaftsdaten beeinflussen die Gesundheit der Wirtschaft und somit den Euro. Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI), Beschäftigungszahlen und Konsumentenstimmung geben Hinweise auf die Entwicklung der gemeinsamen Währung. Eine starke Wirtschaft stützt den Euro, da sie ausländische Investitionen anzieht und möglicherweise die Europäische Zentralbank (EZB) zu Zinserhöhungen bewegt. Schwache Daten hingegen lassen den Euro oft fallen. Besonders relevant sind hierbei die Daten der vier größten Volkswirtschaften des Euroraums – Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien –, die rund 75 % der Eurozonen-Wirtschaft ausmachen.
Ein entscheidender Faktor für den Euro ist die Handelsbilanz, die den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe eines Landes über einen bestimmten Zeitraum misst. Wenn ein Land gefragte Exportgüter herstellt, erhöht sich die Nachfrage nach seiner Währung, da ausländische Käufer diese Waren erwerben wollen. Eine positive Handelsbilanz stärkt somit den Euro, während ein Handelsdefizit die Währung unter Druck setzen kann.