Die Strategen Shaun Osborne und Eric Theoret von Scotiabank weisen darauf hin, dass der japanische Yen (JPY) gegenüber dem US-Dollar (USD) um mehr als 0,7 Prozent zugelegt hat, jedoch hinter anderen G10-Währungen zurückbleibt, da sich die Risikostimmung im Zuge der Waffenruhe verbessert. Sie betonen die positiven Auswirkungen niedrigerer Ölpreise auf Japans Handelsbedingungen sowie stärkerer Lohnzuwächse und sehen für USD/JPY eine Korrektur in Richtung des 50-Tage-Durchschnitts oberhalb von 157 sowie der Kurslücke im Bereich der mittleren 155er.
"Der JPY liegt gegenüber dem USD um mehr als 0,7 Prozent im Plus, bleibt jedoch im Vergleich zu den meisten G10-Währungen ein relativer Nachzügler in einem Umfeld allgemeiner USD-Schwäche."
"Der Fokus liegt auf der Stimmung und der Erleichterung über die kurzfristige Entspannung im US/Iran-Konflikt."
"Diese Entwicklungen haben erhebliche Auswirkungen auf Japans Handelsbedingungen, angesichts des am Tag beobachteten Rückgangs der Rohölpreise um nahezu 20 Dollar je Barrel."
"Fundamental betrachtet fielen die Daten zu den Lohnzahlungen in Japan stärker als erwartet aus und liefern zusätzliche Unterstützung für einen fortgesetzten Kurs in Richtung einer Straffung der Geldpolitik durch die Bank of Japan."
"Für USD/JPY erwarten wir eine deutlichere Korrektur der Rally seit Ende Januar/März und sehen Ziele beim 50-Tage-Durchschnitt knapp oberhalb von 157 sowie bei der Interventionslücke aus Januar im Bereich der mittleren 155er."