Das Paar USD/JPY handelt im frühen asiatischen Handel am Montag auf einem stabilen Niveau nahe 159,65. Das Paar stabilisiert sich, während die Händler weiterhin die Entwicklungen im Zusammenhang mit dem US-Iran-Konflikt bewerten. Der US ISM Services Einkaufsmanagerindex (PMI) für März wird am Montag im Fokus stehen.
US-Präsident Donald Trump drohte am Sonntag damit, ab Dienstag die iranischen Kraftwerke zu zerstören und dem Land „Hölle“ zu bringen, nachdem US-Streitkräfte einen Luftwaffenangehörigen mehr als einen Tag nach dem Abschuss seines Kampfjets aus dem Iran gerettet hatten.
Der Iran wies Trumps jüngstes Ultimatum zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus zurück und fügte hinzu, dass das Land Angriffe auf seine Infrastruktur erwidern und ähnliche Infrastrukturen, die den USA oder deren Verbündeten gehören, ins Visier nehmen werde. Die Unsicherheit bezüglich eines Waffenstillstands zwischen den USA und dem Iran sowie die anhaltenden Spannungen im Nahen Osten könnten den Greenback kurzfristig stärken.
Andererseits könnten Befürchtungen, dass die japanischen Behörden eingreifen, um die heimische Währung zu stützen, den JPY unterstützen und dem Paar Gegenwind verleihen. Japans oberster Währungsdiplomat Atsushi Mimura sagte letzte Woche, dass die Behörden „entschiedene“ Maßnahmen ergreifen müssten, falls spekulative Bewegungen auf dem Währungsmarkt anhalten.
Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.