AUD/JPY verliert nach zwei Gewinnertagen an Boden und handelt während der asiatischen Handelszeit am Donnerstag um 109,60. Das Währungspaar wertet ab, da der Australische Dollar (AUD) nach der jüngsten Ansprache von US-Präsident Donald Trump, die keine klare Deeskalation im Nahen Osten zeigte, schwächer wird und das geopolitische Risiko hoch bleibt.
Der AUD bleibt trotz des mehr als verdoppelten Handelsbilanzüberschusses Australiens im Februar auf dem höchsten Stand seit sieben Monaten gedämpft, gestützt durch starke Zuwächse bei Gold- und Agrarexporten, während die Importe von Gold und Datenverarbeitungsgeräten zurückgingen.
Australiens Handelsbilanzüberschuss weitete sich im Februar auf 5.686 Mio. AUD aus, nach zuvor abwärts revidierten 2.258 Mio. AUD, deutlich über den Erwartungen von 2.500 Mio. AUD und markiert den größten Überschuss seit Juli 2025. Gleichzeitig stiegen die Exporte im Monatsvergleich um 4,9 % auf ein Viermonatshoch und erholten sich von einem revidierten Rückgang von 1,6 %, während die Importe um 3,2 % auf ein Siebenmonatstief fielen und damit einen revidierten Anstieg von 1,1 % umkehrten.
Die Abwärtsbewegung des AUD/JPY könnte begrenzt sein, da der japanische Yen (JPY) unter Druck durch steigende Ölpreise bleibt, angesichts Japans starker Abhängigkeit von Rohölimporten aus dem Nahen Osten. Trump signalisierte, dass die USA den Konflikt innerhalb von zwei bis drei Wochen beenden wollen, warnte jedoch, dass sich militärische Operationen noch verschärfen könnten.
Unterdessen nahm das neue Vorstandsmitglied der Bank of Japan (BoJ), Toichiro Asada, in seinen ersten Äußerungen eine vorsichtige, datenabhängige Haltung ein. Asada tritt dem neunköpfigen Vorstand vor der geldpolitischen Sitzung am 27. und 28. April bei.
Die Begriffe „Risk-on“ und „Risk-off“ beschreiben die Risikobereitschaft der Anleger. In einer „Risk-on“-Phase sind Investoren bereit, in risikoreichere Anlagen zu investieren, während sie in einer „Risk-off“-Phase sicherere Anlagen bevorzugen.
In „Risk-on“-Phasen steigen die Aktienmärkte, und auch Rohstoffe – abgesehen von Gold – gewinnen an Wert, da sie von einem positiven Wachstumsausblick profitieren. Währungen von rohstoffexportierenden Ländern sowie Kryptowährungen legen zu. In „Risk-off“-Zeiten gewinnen Staatsanleihen an Wert, Gold steigt, und sichere Währungen wie der Japanische Yen, der Schweizer Franken und der US-Dollar werden bevorzugt.
Währungen von rohstoffreichen Ländern wie Australien, Kanada und Neuseeland profitieren in Phasen der Risikobereitschaft („Risk-on“), da Rohstoffe in Zeiten wirtschaftlicher Expansion tendenziell im Preis steigen.
Die Währungen, die in Phasen von „Risk-off“-Stimmungen typischerweise an Wert gewinnen, sind der US-Dollar (USD), der japanische Yen (JPY) und der Schweizer Franken (CHF). Der US-Dollar profitiert in Krisenzeiten von seiner Rolle als Weltreservewährung, da Investoren vermehrt US-Staatsanleihen kaufen, die als besonders sicher gelten. Dies liegt daran, dass es als unwahrscheinlich angesehen wird, dass die größte Volkswirtschaft der Welt zahlungsunfähig wird. Der Yen verzeichnet durch die hohe Nachfrage nach japanischen Staatsanleihen Zuwächse, da ein Großteil dieser Anleihen von inländischen Investoren gehalten wird, die selbst in Krisenzeiten kaum Verkaufsdruck erzeugen. Der Schweizer Franken wird aufgrund strenger Bankgesetze, die den Kapitalschutz verbessern, als sicherer Hafen betrachtet.