Der USD/CHF bewegt sich während der nordamerikanischen Sitzung um 0,20% nach unten, obwohl der Greenback gegenüber den meisten seiner Partner solide Gewinne verzeichnet, mit Ausnahme des Schweizer Frankens. Zum Zeitpunkt des Schreibens wird das Paar bei 0,7733 gehandelt und testet die wichtige Unterstützung am 20-Tage Simple Moving Average (SMA) bei 0,7723.
Das technische Bild zeigt, dass der USD/CHF bei etwa 0,7768 seinen Höhepunkt erreicht hat, nachdem er drei Tage zuvor den 20-Tage-SMA zurückerobert hat, was darauf hindeutet, dass Käufer eingreifen. Obwohl das bullische Momentum laut dem Relative Strength Index (RSI) nachgelassen hat, könnten Käufer optimistisch bleiben, wenn es den Verkäufern nicht gelingt, den Wechselkurs unter den 20-Tage-SMA zu drücken.
Wenn der USD/CHF über 0,7750 steigt, wird der Weg frei, um 0,7800 herauszufordern. Nach dem Durchbruch wird der nächste Halt der 50-Tage-SMA bei 0,7845 sein, wobei der nächste wichtige Widerstand am 100-Tage-SMA bei 0,7911 zu sehen ist.
Umgekehrt, wenn das Paar seine Verluste unter den 20-Tage-SMA und 0,7700 ausdehnt, wäre das Tief vom 10. Februar bei 0,7629 in Gefahr.

Der Schweizer Franken gehört zu den am häufigsten gehandelten Währungen weltweit, obwohl die Schweizer Wirtschaft relativ klein ist. Der Wert der Währung wird stark durch die Schweizerische Nationalbank (SNB) beeinflusst.
Der Schweizer Franken (CHF) gilt in Krisenzeiten als sicherer Hafen. Die Stabilität der Schweizer Wirtschaft, große Zentralbankreserven und die politische Neutralität des Landes machen den Franken zu einer bevorzugten Anlagewährung in turbulenten Zeiten. Anleger flüchten in den Franken, wenn globale Risiken zunehmen.
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) tritt viermal im Jahr – einmal pro Quartal, seltener als andere bedeutende Zentralbanken – zusammen, um über ihre Geldpolitik zu entscheiden. Ihr erklärtes Ziel ist es, die jährliche Inflationsrate unter 2 % zu halten. Überschreitet die Inflation diese Marke oder wird erwartet, dass dies in naher Zukunft geschieht, greift die SNB ein und erhöht den Leitzins, um das Preiswachstum zu dämpfen. Höhere Zinssätze wirken sich in der Regel positiv auf den Schweizer Franken (CHF) aus, da sie die Renditen erhöhen und die Schweiz für Investoren attraktiver machen. Sinkende Zinsen hingegen schwächen den Franken.
Makroökonomische Datenveröffentlichungen spielen eine zentrale Rolle bei der Bewertung des Schweizer Franken (CHF). Obwohl die Schweizer Wirtschaft als stabil gilt, können plötzliche Veränderungen bei Wachstum, Inflation, Leistungsbilanz oder Währungsreserven signifikante Auswirkungen auf den CHF haben. Starke Wirtschaftsdaten, niedrige Arbeitslosigkeit und ein hohes Verbrauchervertrauen stützen in der Regel den Franken. Umgekehrt könnte eine Abkühlung der Konjunktur eine Abwertung der Währung zur Folge haben.
Als kleine und offene Volkswirtschaft ist die Schweiz stark von der wirtschaftlichen Stabilität der Eurozone abhängig. Die erweiterte Europäische Union ist nicht nur der wichtigste Handelspartner der Schweiz, sondern auch ein bedeutender politischer Verbündeter. Eine stabile makroökonomische und geldpolitische Lage in der Eurozone ist daher von entscheidender Bedeutung für die Schweiz und den Schweizer Franken (CHF). Angesichts dieser engen Verflechtungen legen einige Modelle nahe, dass die Korrelation zwischen der wirtschaftlichen Entwicklung des Euro (EUR) und des Schweizer Franken mit über 90 % nahezu perfekt ist.