EUR/USD gewinnt an Schwung und nähert sich 1,1800, während die Tarifunsicherheit auf den US-Dollar drückt

Quelle Fxstreet
  • EUR/USD gewinnt im frühen asiatischen Handel am Montag an Boden und nähert sich 1,1795. 
  • Die EU könnte die Genehmigung des Handelsabkommens mit den USA aufgrund von Trumps Zollbedrohungen einfrieren.
  • EZB-Präsidentin Lagarde sagte, die Zentralbank müsse bei der Festlegung der Zinssätze agil sein. 

Das Paar EUR/USD hält sich während der frühen asiatischen Sitzung am Dienstag positiv um 1,1795. Der US-Dollar (USD) schwächt sich gegenüber dem Euro (EUR) angesichts der Unsicherheit über die US-Zölle. Die Veröffentlichung des US-Erzeugerpreisindex (EPI) für Januar wird am Freitag im Mittelpunkt stehen. 

Das Urteil des US-Obersten Gerichtshofs am Freitag hob viele der Zölle auf, die US-Präsident Donald Trump eingeführt hatte. Trump zeigt jedoch keine Anzeichen, von seiner charakteristischen Wirtschaftspolitik zurückzutreten. Die Regierung gab bekannt, dass sie am Samstag einen neuen Zoll von 15 % einführen will.

Der Handelsbeauftragte des Europäischen Parlaments erklärte, dass die Europäische Union (EU vorschlagen wird, den Ratifizierungsprozess des Handelsabkommens mit den USA einzufrieren, bis sie Details von Trump zu seiner Handelspolitik erhält. Frische Unsicherheit in den US-Handelsabkommen übt einen gewissen Verkaufsdruck auf den Greenback aus und sorgt für Rückenwind für das Major-Paar. 

Die Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB), Christine Lagarde, sagte am Montag, dass die Zentralbank bei der Festlegung der Geldpolitik "agil" sein müsse, obwohl sie derzeit gut positioniert sei. Lagarde betonte, dass die Entscheidungsträger die Zinssätze "Sitzung für Sitzung" festlegen werden, und hob das Risiko-Gleichgewicht als "weitgehend ausgewogen" hervor.

Die US-EPI-Daten werden am Freitag im Mittelpunkt stehen, da sie einige Hinweise auf den Zinspfad der US-Notenbank geben könnten. Ökonomen erwarten eine Mäßigung der EPI-Inflation im Januar im Vergleich zum Vormonat. Sollte der Bericht jedoch unerwartet höhere Ergebnisse zeigen, könnte dies dem Greenback kurzfristig Unterstützung bieten. 

Euro - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der Euro ist die Währung der 19 Länder der Europäischen Union, die zur Eurozone gehören. Nach dem US-Dollar ist er die am zweithäufigsten gehandelte Währung der Welt. Im Jahr 2022 machte er 31 % aller Devisentransaktionen aus, mit einem durchschnittlichen Tagesumsatz von über 2,2 Billionen US-Dollar pro Tag. Der EUR/USD ist das am meisten gehandelte Währungspaar der Welt und macht schätzungsweise 30 % aller Transaktionen aus. Es folgen der EUR/JPY mit 4 %, der EUR/GBP mit 3 % und der EUR/AUD mit 2 %.

Die Europäische Zentralbank (EZB) in Frankfurt, Deutschland, ist die Zentralbank der Eurozone. Sie legt die Zinssätze fest und steuert die Geldpolitik. Das Hauptziel der EZB ist die Preisstabilität, was entweder die Kontrolle der Inflation oder die Förderung des Wachstums bedeutet. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anhebung oder Senkung der Zinssätze. Relativ hohe Zinssätze oder die Erwartung höherer Zinssätze stärken in der Regel den Euro und umgekehrt. Der EZB-Rat trifft geldpolitische Entscheidungen in acht Sitzungen pro Jahr. Diese werden von den Leitern der nationalen Zentralbanken der Eurozone und sechs ständigen Mitgliedern, darunter EZB-Präsidentin Christine Lagarde, getroffen.

Die Inflation in der Eurozone, gemessen am harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI), ist ein entscheidender Faktor für den Euro. Übertrifft die Inflation die Erwartungen und das Ziel von 2 % der Europäischen Zentralbank (EZB), wird die EZB wahrscheinlich die Zinsen anheben müssen, um die Preisstabilität zu sichern. Höhere Zinsen im Vergleich zu anderen Währungsräumen machen den Euro attraktiver für globale Investoren und stärken somit die Währung.

Veröffentlichungen von Wirtschaftsdaten beeinflussen die Gesundheit der Wirtschaft und somit den Euro. Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI), Beschäftigungszahlen und Konsumentenstimmung geben Hinweise auf die Entwicklung der gemeinsamen Währung. Eine starke Wirtschaft stützt den Euro, da sie ausländische Investitionen anzieht und möglicherweise die Europäische Zentralbank (EZB) zu Zinserhöhungen bewegt. Schwache Daten hingegen lassen den Euro oft fallen. Besonders relevant sind hierbei die Daten der vier größten Volkswirtschaften des Euroraums – Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien –, die rund 75 % der Eurozonen-Wirtschaft ausmachen.

Ein entscheidender Faktor für den Euro ist die Handelsbilanz, die den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe eines Landes über einen bestimmten Zeitraum misst. Wenn ein Land gefragte Exportgüter herstellt, erhöht sich die Nachfrage nach seiner Währung, da ausländische Käufer diese Waren erwerben wollen. Eine positive Handelsbilanz stärkt somit den Euro, während ein Handelsdefizit die Währung unter Druck setzen kann.

Haftungsausschluss: Nur zu Informationszwecken. Die bisherige Performance ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
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