Das NZD/USD-Paar findet während der asiatischen Sitzung am Freitag in der Nähe der 0,6025-Region etwas Unterstützung und scheint vorerst den Rückgang des Vortages von einem Zwei-Wochen-Hoch gestoppt zu haben. Die Spotpreise hingegen zeigen keinen festen intraday Richtungsbias, da die Händler abwarten, bis die neuesten US-Verbraucherinflationszahlen veröffentlicht werden.
Der entscheidende US-Verbraucherpreisindex (VPI) wird auf frische Hinweise zur Geldpolitik der Federal Reserve (Fed) hin beobachtet, da die Wetten auf eine Zinssenkung im März nach dem positiven Bericht über die US-Nichtlandwirtschaftlichen Beschäftigungszahlen (NFP) am Mittwoch zurückgegangen sind. Die Händler preisen jedoch weiterhin die Möglichkeit ein, dass die US-Notenbank die Kreditkosten 2026 noch zwei weitere Male senken wird. Dies, zusammen mit den steigenden Bedrohungen für die Unabhängigkeit der Fed, hält die USD-Bullen in der Defensive und wirkt als Rückenwind für das NZD/USD-Paar.
Abgesehen davon bieten Hoffnungen auf mehr fiskalische und monetäre Anreize aus China etwas Unterstützung für antipodale Währungen, einschließlich des Kiwi. In der Zwischenzeit dämpfte ein Anstieg der Arbeitslosenquote Neuseelands im vierten Quartal 2025 die Erwartungen an eine Straffung durch die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ). Darüber hinaus wirkt der Risikoaversion-Impuls, der tendenziell dem sicheren Hafen Greenback zugutekommt, als Gegenwind für den neuseeländischen Dollar (NZD) und trägt dazu bei, das NZD/USD-Paar unter Kontrolle zu halten, was Vorsicht für die Bullen erfordert.
Die Begriffe „Risk-on“ und „Risk-off“ beschreiben die Risikobereitschaft der Anleger. In einer „Risk-on“-Phase sind Investoren bereit, in risikoreichere Anlagen zu investieren, während sie in einer „Risk-off“-Phase sicherere Anlagen bevorzugen.
In „Risk-on“-Phasen steigen die Aktienmärkte, und auch Rohstoffe – abgesehen von Gold – gewinnen an Wert, da sie von einem positiven Wachstumsausblick profitieren. Währungen von rohstoffexportierenden Ländern sowie Kryptowährungen legen zu. In „Risk-off“-Zeiten gewinnen Staatsanleihen an Wert, Gold steigt, und sichere Währungen wie der Japanische Yen, der Schweizer Franken und der US-Dollar werden bevorzugt.
Währungen von rohstoffreichen Ländern wie Australien, Kanada und Neuseeland profitieren in Phasen der Risikobereitschaft („Risk-on“), da Rohstoffe in Zeiten wirtschaftlicher Expansion tendenziell im Preis steigen.
Die Währungen, die in Phasen von „Risk-off“-Stimmungen typischerweise an Wert gewinnen, sind der US-Dollar (USD), der japanische Yen (JPY) und der Schweizer Franken (CHF). Der US-Dollar profitiert in Krisenzeiten von seiner Rolle als Weltreservewährung, da Investoren vermehrt US-Staatsanleihen kaufen, die als besonders sicher gelten. Dies liegt daran, dass es als unwahrscheinlich angesehen wird, dass die größte Volkswirtschaft der Welt zahlungsunfähig wird. Der Yen verzeichnet durch die hohe Nachfrage nach japanischen Staatsanleihen Zuwächse, da ein Großteil dieser Anleihen von inländischen Investoren gehalten wird, die selbst in Krisenzeiten kaum Verkaufsdruck erzeugen. Der Schweizer Franken wird aufgrund strenger Bankgesetze, die den Kapitalschutz verbessern, als sicherer Hafen betrachtet.