Stifel senkt Kursziel für Carl Zeiss Meditec nach Gewinnwarnung

Autor: Investing.com
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Investing.com - Stifel-Analysten haben ihr Kursziel für Carl Zeiss Meditec AG (ETR:AFXG) von 88,00 auf 65,00 Euro gesenkt, nachdem das Unternehmen eine "erhebliche Gewinnwarnung" für das Geschäftsjahr 2023/24 herausgegeben hat. Diese Anpassung erfolgt vor dem Hintergrund zahlreicher Herausforderungen, insbesondere in den Schlüsselmärkten China und USA.


Das auf Medizintechnik spezialisierte Unternehmen, bekannt für seine augenheilkundlichen Geräte, hat sein erwartetes EBIT für das Geschäftsjahr 2023/24 um 24 % bis 38 % auf eine Spanne von 215 bis 265 Euro Millionen gesenkt, gegenüber der vorherigen Prognose von etwa 348 Euro Millionen. Diese Anpassung entspricht einer Reduktion der erwarteten Gewinne um rund 30 %. "Eine Kürzung war erwartet, aber sie übertraf unsere Erwartungen", kommentierten die Analysten.


Stifel führt diesen Rückgang auf einen "schwachen Start in die Refraktivsaison in China" und eine "fortlaufend schwächere US-Ophthalmologie-Gerätelandschaft" zurück, die die Fähigkeit des Unternehmens beeinträchtigten, seine Prognosen für die zweite Jahreshälfte zu erfüllen. Diese Herausforderungen wurden durch die geringe Sichtbarkeit neuer Produkte wie dem Visumax 800 und dem Relaunch des Cirrhus 6000 OCT noch verstärkt, die voraussichtlich keine wesentlichen Verbesserungen für das schwache Jahresergebnis bringen werden.


Die Analysten betonen auch das breitere Marktumfeld und stellen fest, dass "die Refraktivmärkte in China und die Ausrüstungsmärkte in den USA untrennbar mit dem chinesischen Konsumvermögen und den US-Zinssätzen verbunden sind, was wenig Spielraum für AFX lässt". Sie rechnen mit einer anhaltenden Schwäche des Ausrüstungsmarktes in den nächsten 12-18 Monaten und zeigen sich vorsichtig hinsichtlich der kurzfristigen Aussichten des Unternehmens.


Trotz der Tatsache, dass Carl Zeiss Meditec mit einem Abschlag gegenüber Alcon (ALC) gehandelt wird, halten die Stifel-Analysten an ihrem "Sell"-Rating fest, da sie weiteres Potenzial für eine Markteintrübung sehen. Dem Analysehaus zufolge sollte sich Investoren auf ein weiterhin herausforderndes Umfeld einstellen, wobei die Erholung des Unternehmens stark von makroökonomischen Faktoren und einer Verbesserung im Bereich der augenheilkundlichen Geräte abhängt.


Die Herabstufung spiegelt auch breitere Bedenken hinsichtlich der strategischen Ausrichtung und der Kostenstruktur des Unternehmens wider. Die Analysten erwarten erhebliche Kostensenkungen, möglicherweise im "zweistelligen Millionenbereich für '25e", als Teil der Bemühungen des Unternehmens, die Auswirkungen der reduzierten Gewinnsichtbarkeit und der Marktgegenwinde abzumildern.

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