Dogecoin (DOGE) Labs ist am Donnerstag in Zusammenarbeit mit der Dogecoin Foundation gestartet. Die neue Organisation bündelt mehrere Entwicklerteams und Technologien, um den Einsatz der Kryptowährung in Bereichen wie Zahlungsverkehr, dezentralen Finanzanwendungen (DeFi) und Verbraucher-Apps auszubauen.
Unter dem Dach von Dogecoin Labs werden künftig MyDoge, DogeOS und Such App zusammengeführt. Die Leitung übernimmt Jordan Jefferson, Gründer von MyDoge und DogeOS. Ziel ist es, die Dogecoin-Community enger mit neuen Anwendungen, Dienstleistungen und kommerziellen Nutzungsmöglichkeiten zu verknüpfen.
Dafür will Dogecoin Labs bestehende Vertriebswege für Endkunden, technische Anwendungsinfrastrukturen und Entwicklungskompetenzen zusammenbringen. Auf dieser Grundlage soll ein eigenständiges wirtschaftliches Ökosystem rund um DOGE entstehen. Die Dogecoin Foundation und House of Doge werden dafür geistiges Eigentum sowie Entwicklungsteams in die neue Organisation einbringen.
„Kein anderer digitaler Vermögenswert vereint Liquidität, eine starke Gemeinschaft und kulturelle Reichweite in dem Maße wie Dogecoin. Dabei ist das Potenzial dieser Kryptowährung bislang kaum ausgeschöpft“, erklärte Jefferson.
Nach seinen Angaben soll Dogecoin Labs die Entwickler des Netzwerks stärker miteinander vernetzen und ihnen helfen, ihre Anwendungen einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Die technische Grundlage dafür bildet DogeOS, während MyDoge als Vertriebsplattform für die Nutzer dienen soll.
Geplant sind Anwendungen für digitale Geldbörsen, Zahlungsdienste, den Handel mit Waren und Dienstleistungen, Kryptowährungshandel, dezentrale Finanzdienstleistungen, Computerspiele, künstliche Intelligenz und soziale Netzwerke. Hinzu kommt die technische Infrastruktur für Entwickler. Dogecoin Labs konzentriert sich dabei auf die Markteinführung der Produkte. Die Dogecoin Foundation bleibt dagegen für die Unterstützung quelloffener Softwareentwicklung, die Interessenvertretung und die Betreuung der Community zuständig.
MyDoge hat nach Angaben der Organisation inzwischen mehr als 500.000 Nutzer gewonnen, ohne dafür bezahlte Maßnahmen zur Kundengewinnung einzusetzen. Die digitale Geldbörse ermöglicht es Nutzern, ihre Dogecoin selbst zu verwahren. Mit der kürzlich veröffentlichten dritten Version wurde die Plattform zudem mit den Anwendungen verbunden, die derzeit auf DogeOS entwickelt werden.
DogeOS hatte am 30. September sein öffentliches Testnetz gestartet. Entwickler können dort Anwendungen für Dogecoin-Nutzer entwickeln und erproben. Die technische Umgebung ist mit der Ethereum Virtual Machine (EVM) kompatibel und unterstützt unter anderem Projekte aus den Bereichen Zahlungsverkehr, Handel, dezentrale Finanzdienstleistungen, Gaming und digitale Vermögenswerte.
Mit Such App erhält die neue Organisation außerdem eine Lösung für den kommerziellen Zahlungsverkehr. Die bisher verfügbare Testversion ermöglicht es Unternehmen, Dogecoin als Zahlungsmittel für Waren und Dienstleistungen anzunehmen. Unterstützt werden sowohl Rechnungszahlungen als auch direkte Bezahlvorgänge vor Ort mittels QR-Code.
Auch am Kryptomarkt setzte Dogecoin seine jüngste Erholung fort. Im Tageschart bildete die Kryptowährung bereits die vierte positive Tageskerze in Folge. Allerdings stehen einer weiteren Aufwärtsbewegung die exponentiellen gleitenden Durchschnitte (EMA) der vergangenen 20, 50 und 100 Tage entgegen. Diese verlaufen dicht oberhalb des aktuellen Kursniveaus und bilden eine Widerstandszone.
Zusätzlich wird das Aufwärtspotenzial durch eine seit dem 22. September fallende Trendlinie und den Widerstand bei 0,088 US-Dollar begrenzt. Sollte DOGE diese Hürde überwinden, könnte der Kurs anschließend die Marke von 0,091 US-Dollar testen.
Auf der Unterseite befinden sich die nächsten horizontalen Unterstützungen bei 0,080 und 0,077 US-Dollar. Dort könnte bei erneuten Kursverlusten wieder Kaufinteresse aufkommen.
DOGE/USDT-Tageschart (Binance)
Die technischen Momentumindikatoren deuten inzwischen auf einen nachlassenden Verkaufsdruck hin. Der Relative-Stärke-Index (RSI) auf 14-Tage-Basis liegt bei 44 Punkten, während der Stochastik-Oszillator einen Wert von 50 erreicht. Beide Kennzahlen signalisieren, dass die bisherige Dominanz der Verkäufer allmählich zurückgeht.