Das Pfund Sterling hält sich während der nordamerikanischen Sitzung stabil, da die britischen Inflationsdaten nachgaben und damit den Druck auf die Bank of England verringerten, gegen die höheren Preise vorzugehen, während die Angriffe zwischen den USA und Iran im Nahen Osten offenbar kein Ende nehmen. GBP/USD notiert bei 1,3377.
Während der europäischen Sitzung sank die britische Inflation im Juni von 2,8% auf 2,6% im Jahresvergleich. Der Kern-Verbraucherpreisindex (VPI) blieb im selben Zeitraum unverändert bei 2,6% im Jahresvergleich. Auch wenn dies die BoE entlastet, preisten Händler laut Daten von Prime Terminal weiterhin eine Wahrscheinlichkeit von 82% für eine Zinserhöhung bis zur Sitzung am 5. November ein.
Die Daten waren eine Erleichterung für den neuen Premierminister Andy Burnham, der Maßnahmen zur Senkung der hohen Lebenshaltungskosten umsetzen will.
Der neue britische Finanzminister John Healey sagte, die Daten seien positiv, die Regierung müsse jedoch mehr tun, um die Haushalte zu unterstützen.
Dennoch löste der Golfkrieg einen Anstieg der Ölpreise aus, wobei West Texas Intermediate (WTI), die US-Referenzsorte für Rohöl, um mehr als 2,5% auf 86,70 $ stieg. Seit Beginn des Julis sind die Benzinpreise um fast 24% gestiegen, womit sie sich dem Niveau von 90 $ noch nicht wieder angenähert haben, das im Juni die Untergrenze für WTI darstellte.
Kürzlich warnte US-Präsident Donald Trump Iran, dass die USA im Falle von Angriffen auf Schiffe Vergeltung üben und Brücken oder Kraftwerke angreifen würden, darunter auch solche in der Nähe von Teheran.
In den USA fehlen zwar Wirtschaftsdaten, doch Händler warten auf die Veröffentlichung der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe für die Woche bis zum 18. Juli. Daneben bereiten sich Händler auch auf die S&P Flash PMIs und die geldpolitische Entscheidung der Federal Reserve in der kommenden Woche vor.
Die Geldmärkte preisten laut Daten von Prime Terminal eine Wahrscheinlichkeit von 65% ein, dass die Fed die Zinsen auf der Sitzung am 29. Juli unverändert lässt, nach 78% am Vortag.

Im Tageschart notiert GBP/USD bei 1,3375 und behält damit kurzfristig einen leicht bärischen Bias bei, da der Spot weiterhin unter dem Cluster der Simple Moving Averages (50-, 100- und 200-Tage-SMAs) zwischen rund 1,3464 und 1,3472 sowie unter der fallenden Widerstandstrendlinie bei 1,3476 verharrt. Der Relative Strength Index (14) bei 49,59 liegt nahe der Mittellinie und deutet eher auf einen konsolidierenden Ton als auf ein starkes Richtungs-Momentum hin, während der jüngste FXS Fed Sentiment Index bei 128,64 auf einen relativ festen geldpolitischen Hintergrund hindeutet, der das Pfund bei Erholungen weiterhin begrenzen könnte.
Auf der Oberseite liegt der erste Widerstand beim 50-Tage-SMA bei 1,3464, gefolgt vom 100-Tage-SMA bei 1,3468 und dem 200-Tage-SMA bei 1,3472, die zusammen eine dichte Angebotszone nahe der jüngsten Trendlinienbarriere bei 1,3476 bilden; ein nachhaltiger Ausbruch über dieses Band wäre nötig, um den Abwärtsdruck zu verringern. Da im aktuellen Datensatz keine klaren technischen Unterstützungsniveaus unmittelbar unter dem Markt liegen, dürfte ein Pullback von den aktuellen Niveaus die jüngsten Tiefs erneut testen, wodurch das Paar anfällig für weitere Verluste bleibt, solange es unter dem genannten Moving-Average-Cluster und dem Trendwiderstand handelt.
(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mithilfe eines KI-Tools verfasst. Mehr erfahren.)
Das Pfund Sterling (GBP) ist die älteste Währung der Welt (886 n. Chr.) und die offizielle Währung des Vereinigten Königreichs. Es ist die am vierthäufigsten gehandelte Währungseinheit auf dem Devisenmarkt (FX) der Welt und macht 12 % aller Transaktionen aus, was durchschnittlich 630 Milliarden US-Dollar pro Tag entspricht. Die wichtigsten Währungspaare sind GBP/USD, auch bekannt als "Cable", das 11 % des FX-Handels ausmacht, GBP/JPY oder "Dragon", wie es von Händlern genannt wird (3 %) und EUR/GBP (2 %). Das Pfund Sterling wird von der Bank of England (BoE) ausgegeben.
Der wichtigste Faktor, der den Wert des Britischen Pfunds beeinflusst, ist die Geldpolitik, die von der Bank of England festgelegt wird. Die BoE richtet ihre Entscheidungen danach aus, ob sie ihr Hauptziel der „Preisstabilität“ – eine Inflationsrate von etwa 2 % – erreicht hat. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anpassung der Zinssätze. Wenn die Inflation zu hoch ist, wird die BoE versuchen, sie durch Zinserhöhungen zu dämpfen, was in der Regel positiv für das Pfund ist, da höhere Zinsen das Vereinigte Königreich für internationale Investoren attraktiver machen. Fällt die Inflation zu niedrig aus, deutet dies auf ein langsameres Wirtschaftswachstum hin, und die BoE könnte die Zinsen senken, um das Kreditangebot zu erhöhen und Investitionen anzuregen.
Wirtschaftsdaten sind zentrale Indikatoren für die Stärke der britischen Wirtschaft und beeinflussen maßgeblich den Wert des Pfund Sterling. Daten wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI) und Arbeitslosenzahlen geben Hinweise auf die wirtschaftliche Entwicklung. Eine robuste Wirtschaft zieht ausländische Investitionen an und könnte die Bank of England (BoE) dazu bewegen, die Zinsen zu erhöhen, was das Pfund unterstützt. Schwächere Daten hingegen führen zu einem Abwärtstrend des Pfunds.
Für das britische Pfund ist die Handelsbilanz ein wichtiger Indikator. Sie misst den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe über einen bestimmten Zeitraum. Exportiert ein Land stark nachgefragte Güter, führt die höhere Nachfrage aus dem Ausland zu einer Stärkung der Währung. Eine positive Handelsbilanz stärkt das Pfund, während ein Defizit die Währung schwächt.