USD/CAD bleibt nach einer dreitägigen Aufwärtsbewegung unverändert und handelt während der asiatischen Handelszeit am Freitag um 1,3700. Das Währungspaar stabilisiert sich, da der US-Dollar (USD) seine Position als sicherer Hafen behauptet, während die Nachfrage angesichts der anhaltenden Unsicherheit im US-iranischen Konflikt zunimmt.
Bloomberg berichtete am Donnerstag, dass das US-Militär zwei iranische Ölsupertanker abgefangen hat, die versuchten, seine Blockade zu umgehen, während Washington seine Bemühungen zur Eindämmung des iranischen Schiffsverkehrs fortsetzt und Teheran weiterhin Schiffe in der Straße von Hormus bedroht. US-Militärbeamte bereiten zudem Notfallpläne vor, um die Fähigkeiten Irans in der Straße anzugreifen, falls der derzeitige Waffenstillstand zusammenbricht.
US-Präsident Donald Trump warnte, dass Irans Infrastruktur ins Visier genommen werde, falls das Land sein Öl nicht bewegt. Iranische Beamte bestritten jedoch, einer Verlängerung des Waffenstillstands zugestimmt zu haben, und warfen Washington vor, diesen durch die Aufrechterhaltung einer Marineblockade des iranischen Handels zu brechen.
Der Greenback erhielt zudem zusätzliche Unterstützung durch robuste US-Wirtschaftsdaten. Die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe stiegen auf 215.000 von 212.000 und deuten auf eine anhaltende Stärke am Arbeitsmarkt hin. Gleichzeitig überraschten die S&P Global Einkaufsmanagerindizes (EMI) positiv, mit 54,0 im verarbeitenden Gewerbe und 51,3 im Dienstleistungssektor, was auf eine anhaltende Expansion der Geschäftstätigkeit hinweist.
Die jüngsten Daten zeigten, dass höhere Energiepreise die jährliche Verbraucherinflation in Kanada im April um 0,6% auf 2,4% anhoben, was den Warnungen der Bank of Canada (BoC) entspricht, dass steigende Energiekosten die Inflationserwartungen befeuern.
Die erhöhten Energiepreise haben die Wahrscheinlichkeit einer hawkischeren Reaktion der Bank of Canada erhöht. Die Preise für Öl und raffinierte Produkte stiegen deutlich an, da Handelsschiffe, die die Straße von Hormus durchquerten, sowohl von den USA als auch von Iran angegriffen wurden, was das Risiko anhaltender Störungen der Tankerströme aus der Region verstärkt.
Die Schlüsselfaktoren, die den kanadischen Dollar beeinflussen, sind vor allem die Zinspolitik der Bank of Canada, der Ölpreis als Hauptexportgut sowie die gesamtwirtschaftliche Lage des Landes. Auch das wirtschaftliche Verhältnis zu den USA spielt eine entscheidende Rolle.
Die Bank of Canada (BoC) übt erheblichen Einfluss auf den Kanadischen Dollar (CAD) aus, indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Dies wirkt sich auf die allgemeinen Zinssätze im gesamten Wirtschaftskreislauf aus. Das Hauptziel der BoC ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 1-3 % zu halten. Höhere Zinssätze wirken in der Regel stützend für den CAD, während quantitative Lockerungsmaßnahmen tendenziell eine abschwächende Wirkung auf die Währung haben.
Der Ölpreis spielt eine zentrale Rolle für den Wert des kanadischen Dollars. Als Kanadas wichtigstes Exportgut beeinflussen Preisschwankungen bei Erdöl den CAD unmittelbar. Steigt der Ölpreis, gewinnt auch der kanadische Dollar an Wert, da die Nachfrage nach der Währung steigt. Fällt der Ölpreis, gilt das Gegenteil. Hohe Ölpreise führen zudem häufig zu einer positiven Handelsbilanz, was den CAD zusätzlich stützt.
Inflation wurde traditionell als Bedrohung für Währungen angesehen, da sie deren Kaufkraft schmälert. Doch in einer globalisierten Welt mit gelockerten Kapitalverkehrskontrollen zeigt sich ein anderes Bild: Höhere Inflation zwingt Zentralbanken oft dazu, die Zinssätze anzuheben. Dies wiederum lockt internationale Investoren an, die nach attraktiven Anlagemöglichkeiten suchen, was die Nachfrage nach der heimischen Währung erhöht – wie im Fall des kanadischen Dollars.
Makroökonomische Datenveröffentlichungen dienen als Barometer für die wirtschaftliche Gesundheit und können den kanadischen Dollar spürbar beeinflussen. Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), die Einkaufsmanagerindizes (PMI) für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor, Beschäftigungszahlen sowie Konsumentenstimmungsumfragen spielen hierbei eine zentrale Rolle. Eine robuste wirtschaftliche Lage stärkt den kanadischen Dollar. Sie lockt nicht nur vermehrt ausländische Investitionen an, sondern könnte die Bank of Canada dazu veranlassen, die Zinsen anzuheben, was den CAD weiter stützt. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen dürften zu einer Abwertung der Währung führen.