AUD/USD erholt sich nach einem tieferen Eröffnungsniveau leicht, bleibt jedoch im negativen Bereich und notiert während der asiatischen Handelszeiten am Montag um 0,7010. Das Paar schwächte sich ab, da die Risikoaversion zunahm, nachdem der US-Vizepräsident JD Vance erklärte, Washington und Teheran hätten nach 21 Stunden Verhandlungen in Islamabad keine Friedensvereinbarung erzielt.
US-Vizepräsident Vance stellte fest, dass die Verhandlungen noch keine für beide Seiten akzeptable Einigung erbracht hätten, und betonte die Notwendigkeit fester Zusicherungen, dass Iran keine Atomwaffen anstreben werde. Unterdessen sagte US-Präsident Donald Trump, die USA würden mit der „Blockade“ aller Schiffe beginnen, die die Straße von Hormus befahren oder verlassen.
Auf iranischer Seite erklärte Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf, dass die USA trotz „konstruktiver Initiativen“ das Vertrauen der iranischen Delegation nicht gewinnen konnten und die Entscheidung bei Washington liege.
Steigende Energiekosten haben ebenfalls Inflationssorgen geschürt, wobei der monatliche Inflationsindikator Australiens im März mit 1,3 % einen Rekordwert erreichte, was auf erneuten Preisdruck seit Ende 2025 hinweist. Die Reserve Bank of Australia (RBA) hat die Zinsen bereits um 50 Basispunkte auf 4,10 % erhöht, und die Märkte erwarten nun eine weitere Zinserhöhung im Mai.
Am 10. April wurde der ASX 30 Day Interbank Cash Rate Futures-Kontrakt für Mai 2026 bei 95,765 gehandelt, was eine 64%ige Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung auf 4,35 % bei der nächsten RBA-Sitzung anzeigt.
Der australische Dollar wird maßgeblich von den Zinssätzen der Reserve Bank of Australia sowie den Preisen von Rohstoffen wie Eisenerz beeinflusst, die für die australische Wirtschaft von großer Bedeutung sind. Auch die Entwicklungen in China, dem größten Handelspartner Australiens, spielen eine wichtige Rolle.
Die Reserve Bank of Australia (RBA) beeinflusst den Australischen Dollar (AUD), indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Das Ziel der RBA ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 2-3 % zu halten. Hohe Zinssätze im Vergleich zu anderen wichtigen Zentralbanken stützen den AUD, während niedrige Zinssätze ihn schwächen können. Quantitative Lockerungsmaßnahmen wirken in der Regel negativ auf den AUD, während quantitative Straffungsmaßnahmen ihn stärken.
China ist Australiens wichtigster Handelspartner, daher hat die wirtschaftliche Entwicklung in China einen direkten Einfluss auf den Wert des Australischen Dollars (AUD). Läuft die chinesische Wirtschaft gut, steigt die Nachfrage nach australischen Rohstoffen, Gütern und Dienstleistungen, was den AUD stärkt. Schwächelt die chinesische Konjunktur, sinkt die Nachfrage, und der Wert des AUD fällt. Überraschungen bei den Wachstumsdaten aus China – sowohl positive als auch negative – haben deshalb häufig unmittelbare Auswirkungen auf den Wechselkurs des Australischen Dollars und seiner Währungspaare.
Eisenerz ist der wichtigste Export Australiens und erzielte 2021 laut offiziellen Angaben Einnahmen von 118 Milliarden US-Dollar. China ist dabei der größte Abnehmer. Die Preisentwicklung von Eisenerz wirkt sich daher direkt auf den australischen Dollar (AUD) aus: Steigt der Preis, erhöht sich meist auch der Wert des AUD, da die Nachfrage nach der Währung zunimmt. Fällt der Preis, wirkt sich das negativ auf den AUD aus. Höhere Eisenerzpreise begünstigen zudem ein positives Handelsbilanzsaldo Australiens, was sich ebenfalls stützend auf die Landeswährung auswirkt.
Die Handelsbilanz, also die Differenz zwischen den Einnahmen eines Landes aus Exporten und den Ausgaben für Importe, ist ein weiterer wesentlicher Faktor, der den Wert des australischen Dollars beeinflussen kann. Wenn Australien stark nachgefragte Exportgüter produziert, steigt der Wert der Landeswährung aufgrund der höheren Nachfrage aus dem Ausland. Eine positive Handelsbilanz stärkt den australischen Dollar, während ein Handelsbilanzdefizit gegenteilige Auswirkungen hat.