Die chinesische Zentralbank, einer der größten Goldkäufer weltweit, fügte im April weiterhin das Edelmetall zu ihren Tresoren hinzu, was ein Zeichen dafür ist, dass die Nachfrage seitens der Staaten weiterhin hoch bleibt.
Die People's Bank of China (PBoC) kaufte im April 8 Tonnen Gold, die höchste Menge seit Dezember 2024, und verzeichnete damit ihren 18. aufeinanderfolgenden Monat mit Käufen, so die neuesten Daten des World Gold Council (WGC).
Die chinesische Zentralbank hält nun 2.322 Goldtonnen, was etwa 9 % ihrer Gesamtreserven entspricht, wie die Daten zeigten.
Im April war die PBoC der drittgrößte Goldkäufer unter den Zentralbanken, nur übertroffen von Polen und Usbekistan.

Daten des WGC zeigen, dass weltweite Zentralbanken im April wieder Netto-Goldkäufe aufnahmen, nachdem im März Nettoverkäufe verzeichnet wurden. Damals zwangen die unmittelbaren wirtschaftlichen Folgen des Iran-Kriegs einige Staaten in Schwellenländern dazu, Gold zu verkaufen, um ihre Währungen zu schützen.

Die Käufe der Zentralbanken waren ein wesentlicher Treiber der Goldrally, bei der sich der Preis des Metalls im Jahr 2025 fast verdoppelte. Das Kaufvolumen stieg 2022 deutlich an, nachdem die Devisenreserven Russlands nach dessen Invasion in der Ukraine eingefroren wurden.
Gold erreichte im Januar mit rund 5.600 US-Dollar pro Feinunze ein Allzeithoch, ist seitdem jedoch um etwa 23 % gefallen und notiert bei rund 4.300 US-Dollar.
Die jüngste Korrektur des Goldpreises, die ihn seit Oktober 2023 unter seinen 200-Tage-Simple Moving Average gedrückt hat, wurde durch einen überraschend starken US-Arbeitsmarktbericht für Mai ausgelöst, der die Märkte dazu veranlasste, bevorstehende Zinserhöhungen der Federal Reserve einzupreisen. Da Gold keine Zinsen abwirft, sind Anleger zu anderen zinstragenden Anlagen wie Anleihen geflohen.