Die indische Rupie (INR) erholt sich gegenüber dem US-Dollar (USD) zum Handelsbeginn am Dienstag nach einem starken Rückgang am Vortag. Das USD/INR-Paar fällt auf nahe 95,50, da die Ölpreise nach Berichten über einen Waffenstillstand zwischen Israel und Iran nach dem Austausch von Angriffen am Wochenende einbrechen.
Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts liegt der MCX-Rohölkontrakt mit Fälligkeit am 18. Juni 1 % niedriger bei knapp 8.600. Währungen von Volkswirtschaften wie Indien, die stark auf Ölimporte zur Deckung ihres Energiebedarfs angewiesen sind, tendieren in einem Umfeld hoher Ölpreise dazu, unterdurchschnittlich abzuschneiden.
Die Ölpreise begannen nach einem starken Start am Montag zurückzugehen, nachdem Iran bestätigt hatte, keine Angriffe mehr auf israelisches Gebiet durchzuführen. Die iranischen Streitkräfte warnten jedoch vor härteren Angriffen, falls Israel seine Angriffe auf den Libanon wieder aufnimmt.
Iran stimmte einem Waffenstillstand mit Israel zu, nachdem US-Präsident Donald Trump beide Seiten aufgefordert hatte, sofort alle Angriffe einzustellen.
Am späten Montag äußerte US-Präsident Trump Zuversicht, dass Washington in den nächsten zwei Wochen einen vollständigen Sieg über Iran verkünden könne und „die Ölpreise stark fallen werden“.
Ausländische Investoren verringern weiterhin ihre Beteiligungen am indischen Aktienmarkt angesichts wachsender Bedenken hinsichtlich der Gewinnprognosen von Unternehmen in Indien infolge höherer Energiepreise. Bislang im Juni waren ausländische institutionelle Investoren (FIIs) an allen Handelstagen Nettoverkäufer und haben Anteile im Wert von 36.370,14 Crore Rupien abgestoßen. Im Mai waren die FIIs ebenfalls Nettoverkäufer und verkauften ihre Investitionen im Wert von 55.963,33 Crore Rupien.
In dieser Woche werden die wichtigsten Impulse für USD/INR die Verbraucherpreisindexdaten (CPI) für Mai aus den USA und Indien sein, die am Mittwoch bzw. Freitag veröffentlicht werden. Der US-Headline-CPI wird voraussichtlich auf 4,2 % im Jahresvergleich (YoY) steigen, nach 3,8 % im April. Im gleichen Zeitraum wird der US-Kern-CPI – der volatile Lebensmittel- und Energiepreise ausschließt – voraussichtlich auf 2,9 % steigen, nach 2,8 % im Vormonat.
Anzeichen für eine weitere Beschleunigung des US-Inflationsdrucks würden die Erwartungen an Zinserhöhungen durch die Federal Reserve (Fed) in diesem Jahr verstärken.
Unterdessen wird erwartet, dass die indischen CPI-Daten für Mai ebenfalls höher ausfallen und bei 4 % YoY liegen, nach 3,48 % im April.
Letzte Woche warnte die Reserve Bank of India (RBI) in ihrer geldpolitischen Erklärung vor Aufwärtsrisiken für die Inflation und erklärte, dass sie eingreifen werde, falls diese persistenter werde. „Wenn die Inflation generalisiert, persistent wird und die Inflationserwartungen beeinflusst, könnte eine politische Maßnahme notwendig werden“, sagte RBI-Gouverneur Sanjay Malhotra.

USD/INR handelt leicht niedriger bei rund 95,50. Das Paar bewegt sich im Wesentlichen seit fast zwei Wochen seitwärts. Der Relative Strength Index (RSI) bei 53,46 liegt knapp über der Mittellinie und deutet auf ein ausgeglichenes Momentum mit nur leichter bullisher Tendenz, aber ohne klare Richtungsüberzeugung hin.
Auf der Unterseite könnte das Paar auf das Tief vom 7. Mai bei 94,03 fallen, wenn es nicht gelingt, die wichtige Unterstützung bei 95,00 zu halten. Auf der Oberseite könnte das Paar versuchen, das Allzeithoch über 97,00 erneut anzulaufen, falls es gelingt, das Hoch vom 4. Juni bei 96,30 zurückzuerobern.
(Die technische Analyse dieser Story wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
Die indische Rupie wird stark von externen Faktoren wie dem Ölpreis, der Entwicklung des US-Dollars und dem Ausmaß der ausländischen Investitionen beeinflusst. Interventionen der Reserve Bank of India (RBI) können den Wechselkurs stabilisieren.
Die Reserve Bank of India (RBI) greift aktiv in den Devisenmarkt ein, um den Wechselkurs stabil zu halten und den Handel zu erleichtern. Gleichzeitig versucht sie, die Inflation durch Zinssatzanpassungen bei ihrem Zielwert von 4 % zu stabilisieren. Höhere Zinssätze stärken in der Regel die indische Rupie (INR), da sie das Land für ausländische Investoren attraktiver machen.
Makroökonomische Faktoren wie Inflation, Zinssätze, das Wirtschaftswachstum (BIP), die Handelsbilanz und ausländische Kapitalzuflüsse haben einen direkten Einfluss auf den Wert der indischen Rupie. Ein starkes Wirtschaftswachstum zieht vermehrt internationale Investoren an, was die Nachfrage nach der Rupie steigert. Auch eine weniger negative Handelsbilanz wirkt sich langfristig positiv auf die Währung aus. Besonders höhere Zinssätze – und hier vor allem die Realzinsen, also Zinssätze abzüglich der Inflation – können die Rupie stützen, da sie Indien für ausländische Investoren attraktiver machen. Ein "Risk-on"-Marktumfeld fördert zudem die Zuflüsse von Direkt- und Portfolioinvestitionen (FDI und FII), was ebenfalls die Rupie stärkt.
Eine steigende Inflation, vor allem im Vergleich zu den Handelspartnern Indiens, wirkt sich in der Regel negativ auf die Rupie aus, da dies eine Abwertung durch Überangebot signalisiert. Zudem verteuert Inflation die Exporte, was zu einem verstärkten Verkauf von Rupien führt, um ausländische Importe zu finanzieren – ein negativer Faktor für die Währung. Gleichzeitig reagiert die indische Zentralbank (Reserve Bank of India, RBI) häufig mit Zinserhöhungen auf steigende Inflation, was wiederum die Attraktivität der Rupie für internationale Investoren erhöht und den Kurs stabilisieren kann. Der gegenteilige Effekt tritt bei niedriger Inflation ein.